März 2010


"Balkongedanken" and "Gedankensplitter" (Schreibübungen)23 Mrz 2010 12:13 pm

Der Winter
war zu mächtig,
kalt und
gnadenlos
bot keine Chance
ihn unbeschadet
zu überstehen,

von Nässe, Frost
und Trübnis gepeinigt,
Deutlich seine Spuren
Plessuren,
erschlafft, leblos,
kaputt.

Doch nun kommt
Er daher,
der Frühling,
nun zeigt
Er
seine Macht,

zeigt,
dass manches
was verendet scheint,
doch noch Kraft
haben kann,
sich aufzubäumen,

beweist,
dass aus
Trümmern
neues Leben
wachsen kann,

jedes Ende
ein neuer Anfang
ist,

bringt Zuversicht,
schenkt Vorfreude
darauf,
sich zu recken, zu strecken,
neu und kräftig zu wachsen,
aus dem Dunkel heraus
ins Licht.

21-03-10_1547.jpg

Allgemein12 Mrz 2010 12:46 pm

Es hat sich gelohnt.
Keine Ahnung, woher sie so plötzlich kam, diese Jetzt-oder-nie-Euphorie.
Ich fühlte mich wie ferngesteuert. Nicht Herr meiner selbst. Stundenlang.
So, als gäbe es nur noch diesen einen Tag, um Ordnung in mein Leben zu bringen.
Das Bedürfnis, nach wochenlanger Oberflächlichkeit zumindest wieder eine zufriedenstellende Grundordnung herbeizuführen verlieh mir Kräfte, die ich wochenlang verloren glaubte. Der Drang zum Ballast abwerfen, entsorgen, reinigen und Platz schaffen war so übermächtig - ich hatte keine Chance mich ihm zu entziehen. Mechanisch wie ein Roboter ackerte ich mich durch alle Zimmer, reinigte akribisch vor allem die Ecken, über die ich sonst mit einem “mach-ich-ein-ander-mal-” -Blick hinwegsehe.

Auch heute, Tage später, ist mein Staunen noch groß, was ich innerhalb acht Stunden fast ununterbrochener Räumungswut zu leisten fähig war. Erstaunt auch darüber, was das äußerliche Aufräumen gleichzeitig in meinem Innersten bewirkt hat. Schritt für Schritt.
Denn auch mein Hirn fühlt sich an , wie aufgeräumt. Auch dort, ist eine gewisse Grundordnung wieder eingekehrt. Schritt für Schritt.
Die quälenden Grübeleien der letzten Wochen sind aus sämtlichen Ecken eingesammelt, `Stolpersteine´ vom Boden aufgelesen, alles ordentlich in einer Kiste verstaut, Deckel zu. Nun ist wieder mehr Platz, für das Wesentliche, und für Neues.

Nein, es ist nicht so, dass es mir gelungen wäre alles was mich quält in Nichts aufzulösen, aus meinem Leben zu entfernen. Es gibt noch einige Winkel in Wohnung und Hirn, mit denen ich mich intensiv auseinandersetzen, die ich noch vom Ballast befreien möchte. Doch alles auf einmal geht nicht. Die Zeit wird kommen, in der ich bereit sein werde auch das Übriggebliebene aufzuräumen, als `abgehakt ins Archiv zu den Akten zu legen´. In der Wohnung ebenso wie im Hirn. Da bin ich zuversichtlich.

Es tut mir gut wieder eine zufriedenstellende Ordnung, eine gradlinigie Struktur in meinem Leben zu sehen. Sie schenkt Gelassenheit, Zuversicht, gibt mir Kraft und Halt.
Alles wird gut. Außen, und innen.
Strukturieren - so heißt ab sofot mein Zauberwort :cool:

Reimereien and Zitate/"Weisheiten"01 Mrz 2010 11:24 pm

Wer sich
immer wieder
selbst verliert,
läuft Gefahr,
sich irgendwann
nicht mehr
wiederzufinden.

° W.P.