Bin mit einem Bein noch in der Bügelwäsche,
mit dem Kopf schon auf dem Weg in die Ferien
haue mit den Fingern noch mal schnell in die Tastatur, um euch:
“Tschüß, bis bald!”
zu sagen.
Morgen starten wir in unsere lang ersehnten Erholungstage. Auch wenn das Wetter nicht unbedingt zum Ferien machen einlädt, so freue ich mich dennoch auf den `Tapetenwechsel´.
Ich wünsche euch allen schöne Sommertage. 
Liebe Grüße
an euch alle
von Wally
Als er geboren wurde, sagte meine Mutter zu mir: “Tja, nun ist er da, nun muss er nur noch groß werden!”
- Tja, und nun ist er `groß´. Mein Sohn. Heute ist er 18 Jahre alt geworden.
Heute morgen haben wir seinen Führerschein beim Straßenverkehrsamt abgeholt. Ab heute darf er selbst ein Auto fahren, auch ohne, dass Mama oder Papa als Aufsicht daneben sitzen. Ab heute ist er volljährig … aus einem kleinen Baby, dass mich Tag und Nacht auf Trab hielt und nie schlafen wollte - ist innerhalb von 18 Jahren ein junger, erwachsener Mann geworden, der tagtäglich zur Arbeit fährt, demnächst mit seinem eigenen Auto…
Kaum zu fassen.
18 Jahre - wo sind sie hin? Sie sind so schnell vergangen. Und dennoch, scheint mir - als wären sie ein unendlich langer Zeitraum, in dem ich mehrere Leben gelebt hätte…
Ein denkwürdiger Tag…
Sehnsüchtig erwartet, haben sie nun Einzug gehalten: die Sommerferien. Und mit ihnen ist auch mein liebgewonnener Freund wieder auf Besuch gekommen: der `Schlenz´ ist wieder da … und breitet sich gemütlich aus in meinem Leben, wirft mir sämtliche Alltags-Ordnung übern Haufen.
Jeden Morgen, wenn der Wecker klingelt, raunt er mir einschmeichelnd zu: “Du musst nicht aufstehen. Du kannst gerne noch liegen bleiben. Es sind nämlich Sommerferien! Kein Grund zur Eile…” - Und nur zu gerne blende ich meine selbstauferlegten Pflichten aus, schiebe das Wort `Disziplin´ in die Alltags-Schublade, Lade zu, Wecker aus, drehe mich rum - und kriege voll die Panik, wenn ich beim Aufwachen feststelle, dass der Vormittag schon fast vorbei ist. Auweia. Ich hab doch noch so viel zu tun!
Und schnell, auf die Beine, ins Bad, schnell frühstücken, dann schnell hier und schnell da, meine Vormittags-Schreibstunden fallen aus - zum einen, weil der Vormittag schon fast vorbei ist , zum anderen, weil der PC von meiner Tochter beschlagnahmt worden ist - Mittagessen gibt es meistens erst am Nachmittag, manchmal fällt es auch ganz aus …
Die Tage sind zu kurz zur Zeit. Nix dran. Jedem Tag fehlen ein paar Stunden. Genauer gesagt, dem Tag fehlt eine feste Ordnung, eine strenge Hand. - Und mir fehlt es an Disziplin, den alltäglichen Rhythmus wieder einzuführen und morgens um acht Uhr, wie gewohnt, voller Tatendrang parat zu stehen, bereit zum alltäglichen Tagwerk zu sein. Und seltsam ist: ich finde es überhaupt nicht schlimm mal undiszipliniert herumzulaufen … und ich schäme mich kein bißchen dafür, dass es mir zur Zeit fast schon ein Vergnügen ist, meinen Pflichten mehr als gelassen gegenüber zu stehen.
Alles ist anders, seit der Schlenz bei uns zu Gast ist. Und es fehlt mir schlichtweg an Drang, seinem einladenden Lächeln zu widerstehen.
Drum lehne ich mich entspannt zurück und genieße seinen Besuch, solange er dauert.
Der Schlenz ist da…
Hurra!