Februar 2008


gern gelesen hab ich... and Sachtexte29 Feb 2008 09:25 am

12848634k.jpg “Der fremde Gast”von Charlotte Link

Ein älteres Ehepaar wird grausam ermordet. Die Ermittlungen der Polizei laufen auf Hochtouren. Währenddessen trampen die Studentin Inga und ihr Mann Marius durch Südfrankreich, werden von Maximilian Kemper aufgelesen, der ihnen den letzten Teil der Reise erleichtert und sie in seinem Auto mitnimmt. Er macht sie mit Rebecca Brandt bekannt, der Witwe seines verstorbenen Freundes, die seit dessen Tod zurückgezogen in ihrem Ferienhaus wohnt. Rebecca ist keineswegs begeistert über diesen unerwarteten Besuch, denn er vereitelt die Ausführung ihres Vorhabens: Sie will sich an diesem Juni-Morgen umbringen, weil sie das Leben seit dem Tod ihres Gatten nicht mehr ertragen kann. Doch so verläuft dieser Tag, der ihr letzter werden sollte, völlig anders als geplant und sie ist gezwungen, ihren Plan vorerst aufzuschieben. Dann überstürzen sich die Ereignisse. Und Rebecca findet sich in einem mörderischen Spiel wieder, nicht ahnend, dass sie die Schlüsselfigur darin spielt…

Die Struktur des Romans erinnert stark an ihr vorangegangenes Buch “Der Verehrer”. Von daher `nichts Neues von der Link´. Dennoch, wieder eine gut durchdachte Handlung, geschickt aufgebaut, spannend ausgeführt und flüssig zu lesen. Trotz unterschiedlicher Erzählperspektiven und einer Hand voll verschiedener Lebensgeschichten bleibt das Geschehen gut überschaubar, der `rote Faden´ erkennbar, der Lesegenuß durchgehend erhalten.

°Wally Penkwitz

"Gedankensplitter" (Schreibübungen) and Allgemein28 Feb 2008 11:41 am

Ein ovaler Tisch, Eiche rustikal, drum herum vier Stühle, mit gepolstertem Sitz, passend zum Tisch. Zwei weitere Stühle fristen ihr Dasein im Keller, weil sie selten gebraucht werden und nur unnötig Platz ím Raum verschlingen würden.
Die Sitzgruppe ist schon alt, mittlerweile mehr zweckmäßig als schön anzusehen, aber seit vielen Jahren ist sie der Mittelpunkt unseres Wohnzimmers.
Hier nehmen wir sämtliche Mahlzeiten ein, erzählen uns während dem Essen Anekdoten von vorangegangenen Stunden oder bringen irgendwelche Termine zur Sprache, oder werfen kurz in den Raum, wie der einzelne die nächsten Stunden verbringt oder dikutieren über irgendwas. Manchmal `fetzen´ wir uns auch hier, vertragen uns dann wieder. In früheren Zeiten wurde hier auch eifrig gepuzzelt oder gebastelt, mittlerweile eher seltener. Schon seit Jahren ist unsere Essgruppe der Mittelpunkt unseres Wohnzimmers und gleichzeitig ein wichtiger Mittelpunkt unseres gemeinsamen Lebens.

An der Wand steht unser Sofa, unsere Kuschelecke. Obwohl sie nicht in der Mitte des Raumes steht, ist auch sie ein Mittelpunkt. Auch hier erzählen wir uns was, besprechen wichtige Dinge. Manchmal sehen wir zusammen eine DVD an. Dann ziehen wir die Couch aus, glücklicherweise ist sie nicht nur Sitzmöbel, sondern verfügt auch über die Vorrichtung einer Schlafcouch. Und wenn wir sie ausziehen, zum “Bett” umfunktionieren, dann haben wir alle drei ausgiebig Platz, uns genüsslich auszustrecken und gemütlich einen Film anzusehen. Das Sofa ist unser “Kuschel”-Mittelpunkt, sozusagen.

In einer Ecke des Zimmers steht der PC Tisch. Auch er, ist eine Art Mittelpunkt. Hier leben wir unseren Spiel-, Chat-, Wissens- oder Schreibtrieb aus. Meistens sitzt zwar nur einer alleine davor - je nachdem, wer “dran” ist, denn bei nur einem einzigen Internetzugang müssen wir uns zeitlich arrangieren, so dass jeder seinen Spaß dort haben kann - aber alleine ist dort dennoch selten einer, denn während einer von uns am PC sitzt, lümmelt sich meistens mindestens einer der andern beiden auf dem Sofa rum. Ein bißchen Gespräch von hier nach dort ist selbstverständlich, irgendwas gibt es ja immer zu erzählen oder abzuklären. So wird auch der PC-Tisch zum Mittelpunkt, obwohl er in der Ecke steht.

Jeder Mittelpunkt ist ein Zentrum. Leben strömt von ihm aus, in verschiedene Richtungen…
…ein Mittelpunkt entsteht überall, wo gelebt wird…
…das Leben selbst ist, was einen Mittelpunkt entstehen lässt…
…ohne Leben gäbe es keine Mittelpunkte…?
Das Leben selbst ist der Mittelpunkt des Lebens.
WIR sind Mittelpunkt, überall wo wir das Leben leben…
…manchmal bilden mehrere Menschen zusammen den Mittelpunkt…
…manchmal ist man alleine, und dennoch Mittelpunkt, ist seine eigene Mitte, von der das persönliche Leben ausgeht…
Die Mitte, das Zentrum seines Lebens, trägt jeder in sich selbst…
…?
Überall, einerlei, an welchem Ort.

Allgemein25 Feb 2008 01:00 pm

Mark Medlock on Tour
- und ich bin dabei!

Am 7. März gibt Mark Medlock ein Konzert in Berlin, in der Columbia-Halle - und ich werde dabei sein! Oh, was für eine Freude. Ich war nämlich ziemlich gefrustet, weil ich dachte, ich könnte ihn niemals auf der Konzertbühne sehen. Und nun wurde mir die Möglichkeit wie auf dem Silbertablett gereicht, und da hab ich natürlich zugegriffen.
Bin mal gepannt, wie er das meistert. Denn man bedenke: Mark hat - vor seiner Teilnahme im letzten Jahr an der DSDS-Castingshow - keinerlei Erfahrungen mit der Bühne, bzw. einem erwartungsfrohen Publikum gehabt. Er muss es erst lernen, eine jubelnde Fanmeute über einen längeren Zeitraum, mit mehr, als nur einem einzigen Lied, zu unterhalten.
Im Internet hab ich Berichte von Fans gelesen, die schon eines seiner Konzerte besucht haben: Mark rockte die Halle….Mark wird von mal zu mal besser… - heißt es da. Oh, ich bin ja so gespannt!
Und dankbar.
Denn mich selbst auf die Reise zu einem seiner Konzerte zu begeben, diesen Gedanken hatte ich sofort traurig ad acta gelegt. Mit meinem kärglich ausgestatteten Orientierungssinn käme ich entweder zu spät oder würde den Ort, oder die Halle nicht finden. Eine solche Aktion wäre von vornherein zum Scheitern verurteilt. Da mache ich mir gar keine Illusionen.

Aber nun kann ich trotzdem dabei sein, und sogar in Berlin! Brauchte mich nur zu registrieren, den Zugangscode habe ich bereits erhalten…
ich werde beim Konzert dabei sein
von zu Hause aus,
via Internet!
BILD machts möglich…

Zitate/"Weisheiten"20 Feb 2008 11:05 am

Ich wollte nur…

einen Liebesroman
in ganz simplen
Sätzen schreiben -
also
das Schwierigste,
was es gibt.

(Frederic Beigbeder)

Allgemein15 Feb 2008 11:32 am

Sechs Uhr am Morgen. Der Handy-Wecker lärmt gnadenlos laut. Mit geschlossenen Augen quäle ich mich aus dem Bett, taste mich im Dunkeln bis zum Bügelbrett vor und schnappe mir das Handy, das nachts dort liegt, damit ich morgens aufstehen muss, um es auszuschalten. Ich stelle den Lärm ab - und bewege mich wieder zum Bett, lege mich hinein, deponiere das Handy auf dem Nachttischchen und mümmele mich fest ins Bettzeug ein. Nur noch ein paar Minuten liegen, ist so schön warm hier.

Es klopft an der Zimmertür. “Mama, bis du wach?”
Ich zucke zusammen. Früh am Morgen erscheint mir die Stimme meines Sohnes immer übernatürlich laut. “Ja, klar, bin ich wach”, sagt mein Mund. Mein Gehirn zieht die richtigen Schlüsse aus meinen Worten, teilt mir impulsiv mit, dass auf “wach sein” das Aufstehen erfolgen sollte.
Es dauert ein bißchen, bis diese Botschaft mich unmissverständlich erreicht hat und mich dazu bringt, die Beine mit einem Ruck aus dem Bett zu heben.
Ich bewege mich mit halbgeschlossenen Augenlidern zur Küche. Kaffee kochen, Brote schmieren. Dann setze ich mich zu meinem Sohn an den Frühstückstisch, wechsele mit ihm, soweit ich dessen schon mächtig bin, einige Worte zum bevorstehenden Tag. Trinke ein paar Schluck Kaffee…und mir ist klar, ich werde es auch heute wieder nicht schaffen aufzubleiben.
Gefrustet über mein eigenes Ich erhebe ich seufzend meine Glieder vom Stuhl, verabschiede mich mit einem “muss mich noch mal kurz legen, tschüß bis heute Nachmittag” und lasse mich von meinen Beinen schnurstracks wieder ins Bett tragen.
Ich stellle den Handy-Wecker auf sieben Uhr, mit Weckwiederholung, lege das Gerät aufs Tischchen neben mir ab, wickele mich genießerisch wieder in die Bettdecke ein und schließe die Augen. Dreißig Minuten hab ich noch Zeit, bis ich meine Tochter wecken muss.

Entsetzlich laut, mit Vibrationsalarm, der das Holztischchen dröhnend erzittern lässt, werde ich erneut geweckt. Das Geräusch geht mir durch Mark und Bein. Mein Arm zuckt blitzschnell vor und ergreift das unbarmherzig Ding. Ich schalte den Alarm ab - und stopfe das Gerät unters Kopfkissen. Nur noch ein paar Minuten, dann stehe ich auf.

Rappel, rappel. - Ausschalten. Ein Blick auf die Funkuhr: fünf Minuten kann ich mir noch gönnen.

Rappel, Rappel. - Ausschalten. Ich brauche nicht auf die Uhr zu blicken, um zu wissen, dass das äußerste Limit erreicht ist. Tue es trotzdem, nur um ganz sicher zu sein, dass wirklich nichts mehr geht… Nein, nichts geht mehr, die `Sanduhr´ ist abgelaufen. Kein Minütchen mehr übrig.
Seufzend erhebe ich mich aus dem kuscheligen Nachtlager und wecke meine Tochter.
Ein sehnsüchtiges Brummeln entfleucht ihrer Kehle. “…Nur noch ein paar Minuten, Mama, nur noch zwei Minütchen…okay?”
Ich nicke verständnisvoll. Und schleppe mich ins Badezimmer.

Allgemein11 Feb 2008 12:03 pm

Man höre und fühle…

Ich öffne weit das Fenster und lasse den sonnig klaren Tag zu mir herein. Die Luft ist kalt und steigt mir Sauerstoff bringend in die Nase, geht mir durch und durch. Klärt mir den Kopf.
Aus dem Innern der Wohnung dröhnt das geschäftige Laufen des Mini-Trockners in meine Ohren, während mir von draußen einige Vögel fröhlich zirpend ein Lied singen. Dröhnen und Gesang vereinigen sich harmonisch in mir drin, zu Leben pur. Der Tag ist erwacht, drinnen und draußen.

Betriebsames Werkeln tönt hin und wieder herüber, von der Baustelle gegenüber. Nicht laut, nicht leise. Nach gemütlichem Arbeiten, hört es sich an.
Unten auf der Straße halten Spaziergänger ein Schwätzchen, nicht laut, nicht leise. Freundlich, angenehm, gut gelaunt.
Autos fahren auf der Straße, langsam, fast genießerisch, als hätten sie auf einmal alle Zeit der Welt.
Ein Fahrrad fährt vorbei. Ganz ohne Eile. Geruhsam vor sich dahin surrend.
Irgendwo plappert und lacht ein kleines Kind. Ja, draußen spielen macht mehr Spaß, als drinnen hocken zu müssen.
Obwohl es noch kalt ist, ist es doch gleichzeitig warm.
Warm vor Leben.
Die Natur ist erwacht. Und wir mit ihr.

Ein friedliches Gefühl breitet sich freudig in mir aus, schiebt die trübe Trägheit des Winters energisch beiseite.
… Er hat seine Vorboten bereits ausgesandt, schreitet mit kleinen, aber entschlossenen Schritten auf uns zu. Ich kann ihn schon hören und fühlen. Den Frühling. Er kommt, bald…

"Blogger-Stoeckchen" und Awards and Allgemein08 Feb 2008 11:01 am

Als ich jüngst auf der Buchstabenwiese herumspazierte, hab ich ein “Stöckchen” gefunden. Nanu? Wo kommt das denn her? Neugierig, wie ich bin, hab ich es aufgehoben. 20 Fragen flüsterte es mir zu, ich hab mich bemüht sie allesamt möglichst spontan zu beantworten:

1. Greife das Buch, das dir am nächsten ist, schlage Seite 18 auf und zitiere Zeile 4.
Zeile 4:
er entweder in Verzückung oder mit einem Hasse, der so

Der ganze Satz lautet:
°Zu nichts schien er ein ruhiges Verhältnis zu haben, von jedem Menschen oder Ding sprach er entweder in Verzückung oder mit einem Hasse, der so heftig war, dass er sein Gesicht unangenehm verzerrte und es fast böswillig und hässlich machte.° ( aus “Rasche Freundschaft”/Meistererzählungen von Stefan Zweig)

2. Strecke deinen linken Arm so weit wie möglich aus. Was hältst du in der Hand?
Ein Stück Pflaster…*Stirn runzel* (Wer hat das denn hier abgelegt ?…*erstaunt guck*)

3. Was hast du als letztes im Fernsehen gesehen?
„Verlorene Töchter“ (Tatort), gestern Abend im WDR;

4. Mit Ausnahme des Computers, was kannst du gerade hören?
Die Müllabfuhr beim Leeren der Biotonnen;

5. Wann hast du den letzten Schritt nach Draussen getan?
Gestern Abend, kurz vor 19 Uhr, als ich meine Tochter und zwei weitere Mädchen zum Fußball-Training in die Sporthalle fuhr;

6. Was hast du gerade getan, bevor du diesen Fragebogen begonnen hast?
Auf Martinas Kommentar in meinem Weblog geantwortet;

7. Was trägst du gerade?
Eine schwarze Jogginghose, einen mint-grünen Pullover, beige-farbene Haus-Latschen…und
so einige überflüssige Kilos …*Hände über dem Kopf zusammenschlag*

8. Hast du letzte Nacht geträumt?
Tatsächlich! Ja. Irgendein wirres Zeug. Möbel waren an einer Wand entlang aufgereiht. Schränke, hohe, kleine, breite, schmale aus hellem, honigfarbenen Holz und dazwischen standen eine grüne und eine rote Plastikkiste mit Spielsachen drin. „Das muss weg“ hat jemand gesagt. Problem: Die Möbel kenne ich nicht! Sind nicht unsere. Die Spielzeugkisten aber, sind eindeutig von uns, hab ich sofort erkannt, stehen schon seit Jahren im Keller. Keine Ahnung, was mir mein Unterbewusstsein da vermitteln wollte.

9. Wann hast du zum letzten Mal gelacht?
Gestern Abend, ich glaube es war, während wir GZSZ guckten, warum, weiß ich nicht mehr. Aber ich hab laut gelacht, kommt selten vor, war wohl ziemlich lustig…*grübel*

10. Hast du kürzlich etwas Sonderbares gesehen?
Ich werde täglich mit etwas Sonderbarem, Unerklärlichem konfrontiert: Denn obwohl ich mir `einen Ast abbügle´ wird der Bügelberg nicht kleiner. Echt sonderbar….*verwirrt guck*

11. Was war der letzte Film den du gesehen hast?
Kino-Film: „Verwünscht“ (oder so ähnlich, handelte von Märchenfiguren, die im realen New York ihr Unwesen treiben), irgendwann Ende Dezember im Kino in Trier;
DVD-Film: „Harry Potter und der Orden des Phönix“ ; vor ein paar Wochen, Sonntag nachmittags, mit meinen Kids;

12. Was würdest du kaufen, wenn du plötzlich Multimillionär wärst?
Keine Ahnung. Ehrlich. Ich wäre vermutlich auf den Moment völlig überfordert mit der neuen Situation. Wahrscheinlich würde ich erst einmal praktisch denken, nötige Neuanschaffungen machen, den restlichen Batzen aufs Sparbuch packen, bis ich wieder halbwegs klar denken kann….Meine Kinder könnten diese Frage bestimmt ausführlicher beantworten, als ich….*grins*

13. Sag mir etwas über dich, was ich noch nicht wusste.
Schwierig. Da ich eine Plaudertasche bin, weiß ich nicht mehr so genau, was ich euch schon alles über mich erzählt habe…als Jugendliche hatte ich den Traum mit einer selbst gegründeten Musik-Band in einem schnoddrigen VW-Bus durch ganz Deutschland zu ziehen und Musik zu machen. Heute hier, Morgen dort….Oder hab ich das schon erzählt?

14. Tanzt du gerne
JA.

15. George Bush?
Fällt mir echt gar nix zu ein.

16. Stell dir vor, dein erstes Kind wäre ein Mädchen. Wie würdest du es nennen?
Mein erstes Kind war ein Junge. Wäre es ein Mädchen gewesen, dann hätten die Namen Larissa und Tatjana zur Auswahl gestanden. Damals. Heute würden sie mir nicht mehr so gut gefallen.

17. Und einen Jungen?
David, heißt der Bub.

18. Würdest du es in Erwägung ziehen, auszuwandern?
Kann ich mir momentan nicht vorstellen, es sei denn, die Lebensbedingungen hier in Deutschland würden sich so extrem verschlechtern, dass Auswandern der einzige Weg zum Überleben wäre;

19. Was würdest du Gott sagen, wenn du das Himmelstor erreichst?
„Freut mich sehr, dass du mich persönlich begrüßt! Bin schon gespannt, welchen Platz du mir zugedacht hast.“

20. Jemand, der das hier auch beantworten soll?
Jeder, der das Stöckchen aufheben möchte!

Allgemein07 Feb 2008 11:11 am

Wer kennt wen…?

Als ich von meiner Freundin eine Einladung per Mail zu “Wer-kennt-wen” erhielt, wusste ich im Moment nichts mit diesem Begriff anzufangen. Dann fiel mir ein, dass ich vor einiger Zeit schon einmal von dieser Seite gehört hatte, dass sie irgendwas mit “Leute finden” oder so zu tun hat. Neugierig geworden nahm ich die Einladung an und registrierte mich dort.

Und war angenehm überrascht, was diese Seite für Möglichkeiten bietet. Man kann ganz einfach über die Suche-Funktion oder auch über die Seiten von befreundeten oder bekannten Usern Menschen finden, die irgendwann einmal den eigenen Lebensweg gestreift haben. Schulkameraden, z.B., von denen ich nicht wusste, wohin sie das Schicksal verschlagen hat und wie sie heute mit Nachnamen heißen - habe ich schon einige gefunden. Mit Verwandten oder Freunden von mir, die ich schon lange nicht mehr getroffen habe oder nur selten sehe, kann ich per PN (privater Nachricht) ein Schwätzchen halten, auch Chatten ist möglich, oder ein kurzer Gruß ins Gästebuch.
Kurzum: Man kann sich den eigenen Wurzeln wieder näher fühlen, obwohl man viele Kilometer auseinander wohnt.

Natürlich könnte man ebenso Freunde und Verwandschaft mal wieder anrufen, klar, aber, mal ehrlich…wenn überhaupt, dann macht man das doch viel zu selten. Auch aus Zeitgründen. Über `wer-kennt-wen´ lässt sich mal schnell ein “Hallo, wie gehts euch denn so ” - Gruß rüberschicken. Es macht Spaß, Menschen, wenn auch nur virtuell, wieder zu sehen, die man aus den Augen verloren hat, z.B. durch einen Umzug, so wie bei mir….oder man kommuniziert mal wieder mit der Kusine, die zwar nur zwei Straßen weiter wohnt, die man aber oft monatelang nicht sieht! Kaum zu glauben, aber wahr. Macht Spaß.
Einige Male habe ich schon eine “Jemand glaubt dich zu kennen”- Anfrage bekommen, von Leuten, die mich anhand meines Profils als “Moment mal, die kenn ich doch!” erkannt haben.
Und bei jedem Klick auf “Ja, den/die kenne ich auch” füllt sich die eigene Seite mit Bildern, oder auch nur mit Namen, von Menschen, die “man kennt”.
Trotzdem ich erst seit ca zehn Tagen dort registriert bin, habe ich schon dreißig “Kenne ich”- Namen/Bilder auf meiner Seite, entweder wurde ich erkannt, oder ich selbst habe jemanden erkannt - und es macht mir Freude, so viele vertraute Gesichter auf meiner Seite sehen zu können, besonders bei denjenigen, die ich schon ewig lange nicht mehr gesehen habe.
Es ist ein Spaß, völlig zwanglos, man kann dort Stunden verbringen oder nur jeden Tag mal schnell ein paar Minütchen oder nur ab und zu mal reingucken, ganz nach Belieben.

In die Seite Einblick haben allerdings nur Registrierte. Am einfachsten geht das, wenn man eine Mail-Einladung von einem bekannten User bekommt, denn dann hat man schon sofort eine Liste mit möglichen gemeinsamen Bekannten vor Augen und findet sich schneller zurecht. Eine Registrierung ohne Einladung ist aber auch möglich. In dem Fall `wurschtelt´ man sich über die Suche-Funktion durch und sucht über Ortsangaben oder Nachnamen, nach verloren geglaubten oder nahe stehenden Menschen. Die man allerdings nur finden kann, wenn sie selbst auch registriert sind. Versteht sich von selbst.

Wenn einer von euch Interesse an einer Einladung hat: Ich schicke euch gerne eine Einlade-Mail zu. Kein Problem. Ist überhaupt kein Zeitaufwand, da die Formulare vorgefertigt sind. Brauche dafür nur eure Mail-Adresse. Mehr nicht. Die Registrierung ist natürlich kostenlos.
Wer mal auf der Startseite schnuppern möchte, findet sie hier:

Allgemein06 Feb 2008 12:05 pm

Öfter mal was Neues…

…dachte ich, und bestellte spontan ein Badezimmer-Möbel-Set. Praktisch, günstig und mit knallroten Türen, aus dem Versandhaus-Katalog, per Internet; den Verstand ausgeblendet, nur mit “habs satt, was Neues braucht der Mensch” vor Augen. Und weil mir augenblicklich klar wurde, dass für die beiden Wäscheboxen nach dem Aufbau der Möbel im Badezimmer kein Platz mehr sein würde - und diese “quadratisch-praktisch-gut” - Boxen keineswegs ein hübsches Bild als wohnliche Accessoires am einzig noch möglichen Platz, im Wohnflur, bilden würden - bestellte ich kurzerhand für den Flur noch ein hübsches Holzregal mit niedlichen Rattan-Wäschekörbchen mit. Und damit mir mein bodenständig veranlagter Verstand keinen Strich mehr durch meinen spontanen Entschluss machen konnte, beeilte ich mich, klickte schnell auf “Bestellung absenden” und weg war sie, die Bestellung. Und sofort kamen sie, die ersten Zweifel…

Die Möbel fürs Badezimmer waren zwar für dieses Jahr geplant, aber doch nicht jetzt schon! Anfang des Jahres ist ja wohl der schlechteste Zeitpunkt für so eine Bestellung, wo doch im Januar und Februar immer so viele Rechnungen ins Haus geflattert kommen. Erst für Mitte des Jahres war der Kauf geplant gewesen. So lange hätte doch das offene Glasregal im Badezimmer wirklich noch seinen Zweck erfüllen können. Es ist ja nicht kaputt!
Nein, es nervt nur, schon von der Tür aus auf dieses Chaos blicken zu müssen… Shampoos, Deos, Cremes, Zahnputzzeugs, Fön, Handtücher, Waschpulver …
Damals war es eine gute, Platz sparende All-in-one Lösung gewesen, ein Preis-Schnäppchen, als Notbehelf für die erste Zeit gedacht, bis wir uns mal `was Richtiges´ leisten könnten.
Mittlerweile ist dieser Notbehelf sechs Jahre alt und, trotz Glaseinlegeböden, scheinbar nicht kaputt zu kriegen, sieht immer noch adrett aus - wenn man sich das Chaos darauf wegdenkt….und die Wäscheboxen haben ebenso, wenn auch kein hübscher Blickfang, so dennoch immer ihren Zweck erfüllt. Praktisch, eben…hmh…
Finanziell gesehen wäre es auf jeden Fall günstiger gewesen die neuen Möbel, wie geplant, erst in einigen Monaten zu kaufen, wenn das `Budget´ absehbar wieder stabiler ist, ja, das hätte man dann ein vernünftiges Handeln nennen können … oh Gott, oh Gott…was hab ich da nur wieder angestellt! War das nötig, Wally?…

Ja, es war nötig. Schon als ich meinem Sohn beim Aufbauen der Möbel zusah, wurde mir freudig warm ums Herz. Und jetzt, wo sie an ihrem Platz stehen, das Chaos hinter Türen verstaut ist, weinrot leuchtende Schranktüren das sterile Weiß verbannt und dem Badezimmer ein gemütliches Ambiente geben - jetzt freue ich mich sehr, so spontan gewesen zu sein. Auch wenn absehbar ist, dass diese Günstig-Möbel nicht ewig halten werden, so schenken sie uns doch jetzt einen Hauch von “neuem” Wohnen, ein neuartiges Badezimmer-Wohlfühlen, von dem mir jetzt erst bewusst wird, wie lange ich mir das schon gewünscht habe. Und dafür knabbere ich gerne mein sonst so streng gehütetes Sparbuch an.

Übrigens…das Glasregal hat eine neue Bestimmung gefunden: es ziert nun als “neue Deko” den Wohnflur. Als Bücherregal. Hübsch sieht es dort aus. Wie neu gekauft. Und wer es nicht weiß, käme nie auf den Gedanken, dass es ursprünglich nicht für Bücher, sondern fürs Badezimmer angeschafft wurde. Und ohne die Anschaffung der Badmöbel wäre ich nie auf die Idee gekommen, dass man es auch als Bücherregal nutzen könnte.
`Öfter mal was Neues´geht also manchmal auch ohne Geld, kostet nur ein wenig Fantasie. Und in meinem Fall hat mir die Fantasie sogar Geld erspart - denn nun brauche ich das längst fällige, zusätzliche Bücherregal nicht mehr zu kaufen. Und wir haben zudem ein `neues` Badezimmer…

Zitate/"Weisheiten"04 Feb 2008 01:07 pm

Unsicherheit liegt allem Leben zu Grunde. Jedes menschliche Gefühl und alles was wir tun, basiert auf dieser Prämisse. Ohne Unsicherheit gäbe es keinen Fortschritt. Alles würde stillstehen. Leben wäre nicht denkbar.”

( gefunden in “Literarisches Schreiben” von Lajos Egri )

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