Ich wünsche euch allen ein schönes Weihnachtsfest
und einen fröhlichen Start ins neue Jahr…
Macht es euch gemütlich und
lasst es euch gut gehen!
Liebe Grüße an alle
von Wally
Ich wünsche euch allen ein schönes Weihnachtsfest
und einen fröhlichen Start ins neue Jahr…
Macht es euch gemütlich und
lasst es euch gut gehen!
Liebe Grüße an alle
von Wally
…Wir sagen
euch an
den lieben
Advent.
Sehet,
die vierte Kerze
brennt…
Gott selber
wird kommen,
er zögert nicht.
Auf, auf,
ihr Herzen
und werdet
licht…
(Maria Ferschl; 1954)
Oh, heiliger Stress…
Wir hatten es uns so schön vorgestellt, meine Tochter und ich. Nach ihrem Termin beim Kieferorthopäden wollten wir gemütlich durch die Stadt schlendern und feierlich-lächelnden Gesichtes die noch ausstehenden Weihnachtsgeschenke einkaufen. Doch dann kam alles anders…
Wir waren gestern schon früh aus den Federn, denn wir sollten um halb neun am Morgen beim Kieferorthopäden sein. Dachten wir. Eine halbe Stunde vorher - schon `gestiefelt und gespornt´ - stellten wir mit einem Kontrollblick auf den Terminzettel fest, dass der Arzt-Termin erst um halb zehn war. So ein Ärger.
Die Idee, schon loszufahren und vor dem Termin einen kleinen Abstecher in die Geschäfte zu machen, erledigte sich mit der Erkenntnis, dass die Geschäfte erst um halb zehn Uhr öffnen würden. Eine ganze Stunde hatten wir also noch Zeit, Leerlauf, der sich nicht sinnvoll füllen ließ, abwartend hatten wir nur den Zeiger der Uhr im Blick und wussten sonst nichts mit uns anzufangen.
Als dann endlich Zeit war, uns auf den Weg zu machen, hatte sich eine kleine Spur von Genervtheit auf unser Gemüt gelegt. Wird schnell vergehen, wenn wir erst mal beim Bummeln sind. Dachte ich.
Die Behandlung ging ausnahmsweise zügig voran. Schon nach einer halben Stunde wurde meine Tochter beim Arzt entlassen - mit allerlei Ermahnungen im Gepäck, ihre Zahn- und Spangenpflege betreffend. Was nicht gerade zur Besserung unserer Laune beitrug. Und das gemütliche Bummeln durch die Geschäfte trug dann unerwarteter Weise in keiner Hinsicht dazu bei, unsere Stimmung anzuheben. Mehr noch. Es mutierte zum hektischen Albtraum.
Denn all die Dinge, die wir vorhatten zu kaufen, waren nicht aufzufinden. Auskünfte wie `zur Zeit ausverkauft´ oder ´führen wir nicht mehr´ oder `haben wir nicht im Sortiment` oder `können wir höchstens bestellen´ begleiteten uns wie ein Schatten auf unserem Weg.
Die weihnachtlichen Stimmungslieder der Straßenmusikanten hatten uns sonst immer freudig berührt, doch heute empfanden wir sie eher als nervig. Bald war unsere Stimmung auf dem Nullpunkt angekommen.
Nach eineinhalb Stunden beschlossen wir, völlig entnervt, dass wir eine Pause bräuchten. Und gönnten uns kurzerhand bei `Oebel´ ein zweites Frühstück. Eine gute Idee. Der heiße, köstlich duftende Kaffee war eine Wohltat. Mein Töchterlein schien nach Schoko-Croissant und Cola nun wieder gelassener, um den Weihnachts-Einkaufsmarsch erneut in Angriff zu nehmen. Und auch mein Geist und Körper entspannten sich langsam wieder, sogar meine Neugier, die Menschen um mich herum zu beobachten, war wieder geweckt.
Ich ließ meinen Blick bedächtig über die übrigen Gäste in dem kleinen Cafe gleiten. Und war zutiefst schockiert, über die Eindrücke, die mir mein Hirn vermittelte: Überall bedrückte, traurige Gesichter… kein Fünkchen Weihnachts-Vorfreude, keine Spur von Spaß am Einkaufen, kein fröhliches Lachen und kein einziges lächelndes Gesicht - nur trostlose, traurige Stimmung, niedergeschlagene Mienen um uns herum.
Ich war zutiefst betroffen. Aber auch ein wenig erleichtert. Denn scheinbar waren wir heute nicht die einzigen, die gedrückter Stimmung waren. Lag es vielleicht an Frost und Nebel, die heute morgen unbarmherzig über uns hereingebrochen waren? Hatte sich vielleicht der plötzliche Kälteeinbruch niederschmetternd auf jedermanns Gemüt gelegt und die Weihnachtsstimmung `eingefroren´?
Doch zum Nachdenken darüber blieb keine Zeit. Der Schreck fuhr mir in die Glieder, als mir einfiel, dass wir nur noch ein wenig mehr als eine halbe Stunde übrig hatten, bis die Parkuhr ablaufen würde. Und schon wieder ein Knöllchen, wegen überzogener Parkzeit, nein, das musste ich nicht haben. Und heute, an diesem nervigen Tag, schon gar nicht. Also machten wir uns wieder auf die Socken, fanden Gott sei Dank schnell `Notlösungen´für die Geschenke, die wir ursprünglich einkaufen wollten, aber nicht gefunden hatten.
Völlig ermattet kamen wir zu Hause an. Und eins steht fest: im nächsten Jahr werde ich nicht nur einige - sondern wieder alle Weihnachts-Geschenke in ruhiger, entspannter Atmosphäre erledigen. Nämlich am PC, via Internet.
…Wir sagen
euch an
den lieben
Advent.
Sehet,
die dritte Kerze
brennt…
Nun tragt
eurer Güte
hellen
Schein,
weit
in die
dunkle
Welt hinein…
(Maria Ferschl, 1954)
Bevor die Sonne sich wendet…
Heute ist es um acht Uhr am Morgen noch sehr düster draußen. Die Nacht ist noch nicht bereit gänzlich zu weichen, während der Tag noch nicht bereit ist, vollends zu erwachen und schläfrig seine Augen halb geschlossen hält. Dabei hat er doch so lange geschlafen! Denn gestern hat er bereits kurz nach siebzehn Uhr die Augenlider gesenkt, sich zur Ruhe begeben, um seiner dunklen Schwester Zeit und Raum zu überlassen. Er wird zum schläfrigen Murmeltier, während die Nacht genießerisch lange ihr dunkles Kleid ausgebreitet hält.
Die Wintersonnenwende ist nicht mehr weit. Denn immer früher beginnt in diesen Tagen die Nacht, immer später beginnt der Tag.
Nicht nur der Tag, auch ich bin zum Murmeltier mutiert. Bin zur Zeit schon am späten Nachmittag schläfrig und kriege morgens kaum die Augen auf, würde gerne noch eine Runde schlafen, weil mich die morgendliche Düsternis doch eher verlockend zum Schlafen und Träumen einlädt, als zum fröhlichen Erwachen von Körper und Geist.
Ich genieße diese entspannende Schläfrigkeit, solange sie noch dauert. Denn schon bald wird die Wintersonnenwende eintreten, nämlich am 22. Dezember. Danach werden die Tage wieder länger, die Nächte kürzer. Also ist es abends wieder länger - und morgens wieder früher hell. Vorbei die geruhsame Murmeltier-Zeit. Zumindest laut Kalender… Ob das Murmeltier in mir bereit sein wird, sich so schnell dem Kalender anzupassen, wie Tag und Nacht das tun werden - da hab ich noch so meine Zweifel…
.
Ich würde gerne was schreiben.
Dann setz dich an den PC.
Ich sitze doch schon davor!
Dann fang an zu tippen.
Aber, das tue ich doch schon!
Ja, dann ist doch gut.
Nix ist gut!
Wieso?
Es geht nicht!
Was geht nicht ?
Ich kann nichts schreiben.
Aber du tust es doch schon !
Ja, aber, das ist doch nichts Richtiges!
Was wäre denn ´was Richtiges´?
Vielleicht ne kleine Geschichte…
Dann schreibe eine.
Mir fällt aber nichts ein!
Dann schreib eben was anderes auf.
`Was anderes´ fällt mir auch nicht ein.
Dann hast du also ein Problem…
Ja, eben, sag ich doch.
Dann schreib eben auf, dass du ein Problem hast!
Tue ich doch schon!
Na also, geht doch…Problem gelöst.
…Wir sagen
euch an
den lieben
Advent.
Sehet,
die zweite Kerze
brennt…
So nehmet euch
eins
um das andere
an,
wie auch der Herr
an uns
getan…
(Maria Ferschl , 1954)
6. Dezember - Gedanken
Heute ist Nikolaus-Tag. Obwohl meine Kinder schon im Teenager-Alter sind, habe ich es mir nicht nehmen lassen diesem Gedenk-Tag des heiligen Nikolaus seine Ehre zu geben. Nein, die Schuhe vor die Tür gestellt hab ich nicht, sondern `den Nikolaus in die Wohnung gelassen´.
“Er” hat seine Gaben direkt auf dem Frühstückstisch platziert. Schmunzel.
Nur ein Beutel mit Süßem und ein kleines Geschenk für jeden, so wie in jedem Jahr. Dem Konsum-Wahn, in den sich manche Eltern bereits zum Nikolaus-Tag stürzen, habe ich mich nie angepasst. Auch wenn es früher, als die beiden noch Kleinkinder waren, oft schwierig war…
Ich erinnere mich noch gut daran, wie verzweifelt ich nach Worten rang, als mein Sohn - damals sieben Jahre alt - mich fragte, warum der Nikolaus seinem Freund ein großes ferngesteuertes Feuerwehrauto brachte, aber ihm selbst nur eine Hörspielkassette und Süßes…
Doch ich blieb in all den Jahren standhaft, weil ich der Meinung bin, dass der Nikolaus-Tag ein Tag der `kleinen Geschenke´ bleiben sollte. Bei uns gibt es dann so Dinge wie eine Musik-Cd, oder eine DVD, ein Buch, oder eine Handy-Aufladung….Geschenke in kleinem Rahmen, eben.
Mein Sohn scheint freudig erleichtert. Wahrscheinlich hat er gedacht, er kriegt nichts mehr vom Nikolaus, weil er schon siebzehn Jahre alt ist. Mit lausbübischem Grinsen macht er sich über sein Päckchen her.
Auch meine Tochter freut sich - am meisten wohl darüber, dass der Nikolaus überhaupt gekommen ist. Denn als sie mich gestern Abend “so nebenbei” darauf aufmerksam machte, dass heute ja Nikolaus-Tag wäre, gab ich mich erschrocken und ließ sie im Unklaren darüber, ob ich daran gedacht, oder es vielleicht vergessen hatte.
Sie zieht die flauschig warmen “Wohlfühl”- Socken sofort an, auch mein Hinweis darauf, dass sie noch nicht gewaschen sind, hält sie davon nicht ab. Und in ihrem neuen “Freche Mädchen” - Buch beginnt sie sofort zu lesen.
Ich bin immer wieder aufs Neue berührt davon, wie sehr sich meine Kinder noch über kleine Dinge freuen können.
Und bin ebenso erstaunt, wie genügsam und praktisch denkend sie mittlerweile in ihren Weihnachts-Wünschen sind: Mein Sohn wünscht sich von allen Geld für einen neuen Sturzhelm, denn bei seinem jetzigen sind mittlerweile zu viele Kratzer im Visier, das stört beim Fahren mit dem Motorroller, hat er mir erklärt. Meine Tochter wünscht sich einen “Einkaufs-Gutschein”, sie möchte mit mir einen ausgedehnten Einkaufsbummel machen und sich schicke Stiefel und “trendige” Kleidung kaufen. Und von den anderen wünscht sie sich am liebsten auch Geld, um noch mehr Schuhe, Stiefel und Kleidung zu kaufen…Scheint so, als würde sie langsam aber sicher zum Mode-Freak mutieren.
Es beschämt mich ein wenig, dass ausgerechnet ich, die sonst genügsame, praktisch denkende Mutter, es bin, die in diesem Jahr den längsten Wunschzettel hat…
Wo ich sonst an Weihnachten mit einem besonderen Buch und einer Wunsch-Musik-CD rundum glücklich war, fahren meine Wunschträume in diesem Jahr mit mir Achterbahn. Eigentlich wollte ich mir das “Handbuch für Autoren” gönnen, das mir als Geldausgabe im alltäglichen Leben zu teuer, aber als Weihnachtsgeschenk möglich wäre. Andererseits würde ich mir aber auch gerne einen neuen Kopfhörer leisten, mit schön dicken, weich gepolsterten Ohrmuscheln. Aber eigentlich träume ich auch schon länger von einem neuen Plattenspieler, denn der alte ist schon lange nicht mehr in Ordnung und ich würde doch soooo gerne wieder mal einen Abend mit meiner Schallpattensammlung verbringen… Aber da gibt es auch ein PC-Spiel, dass mir schon lange auffordernd ins Auge piekst, was aber ziemlich teuer ist. Und eine spezielle “Game-Mouse”, da hätte ich auch Spaß dran. Und…
Mir scheint, wo meine Kinder immer mehr erwachsen werden, entwickele ich selbst mich wieder ins kindliche “am-liebsten-alles-haben-will” - Alter zurück.
Nun ja, zum Entscheiden ist ja noch bißchen Zeit, bis Weihnachten…
Heute ist ja erst Nikolaus-Tag.
Meine beiden Großen sind schon längst zu ihrer Alltags-Pflicht aufgebrochen. Ich sitze hier und tippe meine Gedanken in die Tastatur. Auf dem Tisch stehen die `Nikolaus-mit Schokokugeln´-Beutel meiner Kinder. Ich habe die Tüten links und rechts nebem unserem Advents-Kerzenteller platziert, auf dem mit roten Weihnachtssternen bedruckten Tischläufer… Die Adventszeit läuft mit Riesenschritten. Es weihnachtet schon sehr…
Jackpot
“Mama, hast du auch einen Lottoschein ausgefüllt?”
“Nein, hab ich nicht. Ich spiele kein Lotto, das weißt du doch.”
Mein Töchterlein sieht mich erstaunt an. “Aber man kann doch jetzt viele Millionen Euro gewinnen! Füll doch noch schnell einen aus.”
“Nein, bestimmt nicht! Stell dir vor, wir würden gewinnen. Was sollen wir mit soviel Geld?”
Ein wenig entrüstet zählt mir meine Tochter auf, was sie sich dann alles kaufen würde. Angefangen von einer neuen Schlafzimmereinrichtung, über bestimmte Playstation-, PC- und Nintendo DS-Spiele über schicke Jeans, Shirts, Jacken, jede Menge Schuhe bin hin zu einer Urlaubsreise, aber nur eine Woche, denn zwei Wochen sind ihr zu lang und ein Auto für ihren Bruder und…
Ich versuche meiner Tochter klar zu machen, dass all diese Wünsche zusammen genommen noch nicht einmal 50 000 Euro ausmachen würden, was nur ein klitzekleiner Bruchteil von dem Betrag wäre, den man derzeit beim Lotto gewinnen kann.
Ich sehe ihr an, dass ihr Horizont nicht erfassen kann, was ich ihr erklären will. Kein Wunder. Denn mir selbst fehlt ebenso die geistige Fähigkeit, mir eine solch überdimensionale Geldsumme vorstellen zu können…
43 Millionen Euro sind momentan im Lotto-Jackpot! Eine Summe, die der Verstand - zumindest meiner - nicht erfassen kann.
Was will ein Mensch mit soviel Geld? - frag ich mich. Für einen `Normalo´, wie mich, wären schon “nur” 2 Million Euro eine Summe, die mich eher belasten, als glücklich machen würde. Ich hätte Angst, dass ich allzu übermütig vom Boden abheben würde, mich im Geldrausch verlieren könnte, hätte Angst, mich zu verlieren, dann nicht mehr ich selbst zu sein.
Geld genug haben, um beruhigt in die Zukunft blicken, ein normales Leben führen und sich hin und wieder mal einen Herzenswunsch leisten zu können - das würde mir völlig ausreichen. Wäre für mich überschaubar und könnte mich glücklich machen.
43 MILLIONEN Euro !!…der blanke Wahnsinn, für mich.
- Wahrscheinlich ist das Anssichtssache. Aber ich würde soviel Geld nicht haben wollen.
…Wir sagen
euch an
den lieben
Advent.
Sehet
die erste Kerze
brennt…
Wir sagen euch an
eine heilige Zeit.
Machet dem Herrn
die Wege
bereit…
(Maria Ferschl , 1954)
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