Juni 2007


Allgemein27 Jun 2007 03:43 pm

Heute ist “Siebenschläfer-Tag” . Und laut alter Weisheit bedeutet das, dass das heutige Wetter uns sieben Wochen lang begleiten wird. Die Trefferquote für die Wahrscheinlichkeit, dass sich diese kleine Weisheit bewahrheitet liegt bei 70 %. Hab ich im Fernsehen gehört.
Und tatsächlich habe ich es schon oft erlebt, dass ab dem Siebenschläfer-Tag das Wetter sieben Wochen lang, mit leichten Schwankungen, beständig war.

Also halte ich nun mal als ´Aktennotiz´ fest: Das Wetter ist heute - am Siebenschläfer 2007 - eher frühlingsmäßig frisch, als sommerlich warm, kurzzeitig sogar echt kühl, mit einigen sonnigen Abschnitten, überwiegend bewölkt, geregnet hat es, zumindest hier bei uns, für heute noch nicht.

Und wenn das Wetter nun tatsächlich sieben Wochen lang so bleibt, dann heißt das, dass wir wohl entweder einen sehr späten Sommer oder gar keinen kriegen. Und dabei hieß es doch im letzten Jahr, dass die künftigen Sommer von Jahr zu Jahr heißer werden würden! - Auf die “Wetterfrösche” ist also heutzutage scheinbar auch kein Verlass mehr.
Große Hitze und stundenlang brennende Sonne, das muss ich zwar nicht unbedingt haben, aber so ein klein bißchen mehr Sommer-Feeling würde ich mir schon wünschen…seufz..

Allgemein24 Jun 2007 01:19 pm

Am Donnerstag haben bei uns die Sommerferien begonnen. Ich gönne mir nun täglich ein Stündchen mehr Schlaf, als üblich. Es tut mir gut, nicht jeden Morgen früh aus den Federn zu müssen. Und gut tut es auch, das Mittagessen nur nach Absprache zu kochen, nämlich dann, wenn allgemeiner Hunger angesagt ist, und nicht “weil es an der Zeit ist” kochen zu müssen.

Das war es aber auch schon soweit, mit Erholung während der Ferien. Denn die Hausarbeit interessiert nicht, dass Ferien sind. Die will trotzdem erledigt sein. Und auch anderweitig steht mir eine eher unruhige, als erholsame Zeit bevor. Denn nun sind beide Kinder vormittags zu Hause, was zur Folge hat, dass mein ansonsten weitgehend ungestörter morgendlicher Rhythmus für die nächsten Wochen erst einmal auf Eis liegt.
Da ich mich nur aufs Schreiben konzentrieren kann wenn ich mit mir alleine bin, muss ich mir nun meine Schreibstunden “klauen” - indem ich die Zeit, in der die Kinder bei Freunden sind spontan ausnütze, alles um mich herum liegen lasse und die geschenkte Zeit mit Schreiben fülle.

Mein Sohn ist heute nicht zu Hause, meine Tochter beschäftigt sich in ihrem Zimmer.
Ich habe die Fenster geschlossen, den Fernseher ausgeschaltet. Von der Straße klingen nur gedämpfte Geräusche zu mir herein. Es ist überwiegend still.
Ich nütze die mir geschenkte Zeit und genieße in vollen Zügen das leise Summen des PC und ebenso mein Tastengeklapper. Mache kurze Ferien vom Alltag.
Und mir wird wieder einmal klar, dass die Zeit ein Geschenk ist, eine Kostbarkeit, die man meist nur dann zu schätzen weiß, wenn sie einem weniger als im üblichem Maß zur Verfügung steht. Um so knapper die Zeit, umso wertvoller erscheint sie einem. Umso sinnvoller nutzt man sie.

Allgemein19 Jun 2007 11:05 am

Ich bin drin…

…mit meiner Geschichte für Kleinkinder in einer “Gute-Nacht-Geschichten”- Anthologie!
Ich kann es noch nicht recht fassen, bin total überrascht. Denn ich hatte, ehrlich gesagt, nicht mit einer Zusage gerechnet, weil es mein erster Schreib-Versuch für Kleinkinder war und ich dachte, ich hätte keine Chance gegen die Texte versierter Kinder-Geschichten-Schreiber.

Dennoch hatte ich aus `Spaß an der Freud` einen Text verfasst und eingesendet. Ein Versuch schadet ja nicht, dachte ich mir. Wobei mir mal wieder klar wird, dass die alte Weisheit: “Wer nicht wagt, der nicht gewinnt” - viel Wahres in sich birgt.

Und an dieser Stelle einen ganz herzlichen Dank an MO und ihre kleine Tochter Leonie, die mir durch ihre ehrliche Kritik am ersten Entwurf zu dieser Geschichte eine große Hilfe waren. Dank vor allem an die kleine Leonie, die mir mit ihrer knallharten Unterteilung in “Das gefällt mir gut” und “Das find ich doof” wichtige Ansatzpunkte zum Überarbeiten vermittelte.

Es ist meine dritte Veröffentlichung. Und mein Schreiberherz hüpft auf und ab, vor Freude.

Zitate/"Weisheiten" and Allgemein17 Jun 2007 06:45 pm

Wenn wir jung sind gelten
alle Gedanken der Liebe.
Im Alter gilt alle Liebe
den Gedanken.

(Albert Einstein)

Allgemein14 Jun 2007 10:43 am

Das Rauchverbot in Eckkneipen…

… scheint beschlossene Sache zu sein.
Da ich zwar Raucher aber kein Kneipengänger bin, könnte ich nun sagen: Was kümmert´s mich? Mich betrifft dieses Verbot ja nicht. Dennoch bin ich betroffen.
Denn dieses Rauchverbot hat, meiner Meinung nach, nur zweitrangig mit dem Rauchen zu tun. In erster Linie ist es die klare Diskriminierung einer Menschengruppe, nämlich den Rauchern. Zudem wird Geschäftsleuten, den Kneipenwirten, einfach so das Selbstentscheidungsrecht über ihren eigenen Betrieb aberkannt. Das ist nicht in Ordnung. In Ordnung wäre gewesen, den Wirten zur Auflage zu machen, dass sie ihre Kneipe klar ersichtlich als “Raucher”- oder “Nichtraucher-Lokal” kenntlich machen müssen.

Viele Eck-Kneipenbesitzer werden nun um ihre Existenz, ihr täglich Brot bangen. Denn die meisten ihrer täglichen Stammgäste sind nun mal Raucher. Ebenso werden vermutlich die allsonntäglichen Frühschoppen-Skat-Runden in Zukunft einen privaten Treffpunkt bevorzugen, weil sie in der Kneipe ihr gemütliches Zigarettchen zu Bier, Korn und Kartenspiel nicht mehr genießen dürfen.
Und auch die zusätzliche, wichtige Einnahmequelle der Kneipiers in NRW - die alljährlichen närrischen Karnevalstage, die vor allem den kleinen Wirten bisher ein Polster für schlechte Einnahmezeiten verschafften - wird durch dieses Anti-Raucher-Gesetz wohl nicht mehr gewährleistet sein.

Durch die Zwangs-Abgrenzung der Raucher von den Nichtrauchern wird das gemütliche Zusammensein in fröhlicher Runde Schäden erleiden, die nicht nur auf Kosten der Kneipenwirte, sondern auch auf Kosten der allgemeinen Geselligkeit, des Miteinanders geht. Denn wir werden somit in “gut” und “böse” auseinander dividiert: Die “Guten”, das sind die Nichtraucher, die “Bösen”, das sind die Raucher. Und die müssen demnächst draußen bleiben, vor der Tür…

Allgemein12 Jun 2007 11:16 am

An manchen Tagen läuft das Schreiben einfach nicht. So wie am letzten Wochenende. Und gestern war so ein Tag und heute ist auch wieder so einer. Meine Finger sehnen sich nach Tastenklappern, aber mein Kopf sagt: “Nee, heut nicht.” Macht einfach die Verbindung dicht, zwischen Fingern und Hirn. `Server nicht erreichbar´ wäre treffend formuliert.

In meinen bisherigen Schreiberjahren gab es schon viele solcher ´verbindungslosen Zeiten´. Und lange Zeit lösten sie Panik in mir aus. Denn eine Schreibblockade zu haben, das ist ja wohl das Schlimmste, was einem Schreiberling passieren kann. Doch die Erfahrung hat mir gezeigt, dass dieses “Leer-fühlen-im-Kopf” in der Regel immer der Vorbote ist, für einen bevorstehenden Kreativitätsschub. So wie eine Art Ruhe vor dem Sturm, in der das Hirn alles mögliche an gespeicherten Daten fein säuberlich in “Ordner sortiert”, Ordnung schafft - bevor es den Inhalt wie einen Sturm über mich herein brechen lässt … So hab ich mir das zurecht gedacht, damit ich diese Zeiten ohne Panik überstehe.

Ebenso, denke ich so bei mir, dass dieser Schreib-Orkan nur dann losbrechen kann, wenn ich versuche die Verbindung trotz mutmaßlichem ´nicht-Schreiben-könnens´ so gut es eben geht aufrecht zu erhalten. Also schreiben, obwohl nix Vernünftiges dabei raus kommt. Den Schreibfluss zumindest halbwegs in Gang halten. `Auf Empfang bleiben´ - nenne ich das.
Denn wenn die Verbindung zwischen Fingern und Hirn völlig erlahmt, dann wird es schwer, überhaupt wieder ins Schreiben hinein zu kommen. Denke ich mir nicht nur, sondern weiß, dass das so ist. Denn mit jedem Tag, an dem man nichts geschrieben hat, steigt der Frust. Und der Kopf wird immer schwerer. Weil das Hirn ja die “Daten” trotzdem abspeichert, auch wenn man sie nicht aufs Papier lässt, denke ich mir.

Und darum sitze ich nun hier und schreibe. Irgendwas. Um die “Verbindungs-Bereitschaft zum Server” aufrecht zu erhalten. Damit die Verbindung sofort wieder hergestellt ist, wenn mein Kopf “fertig sortiert und geordnet” hat, damit ich dann den hereinbrechenden Sturm sofort in vollen Zügen genießen kann.

…Und wahrscheinlich ist dieser Text hier der größte Müll, den ich jemals in mein Weblog gesetzt habe. Aber auch solch ´sinnloses Gefasel´ hat wohl eine gewisse Berechtigung, niedergeschrieben zu werden. Denke ich mir….seufzzz…

Allgemein06 Jun 2007 11:05 am

War beim “Casting” , bin im “Recall”….

…so könnte ich den Eindruck beschreiben, den mein gestriges Vorstellungsgespräch bei mir hinterliess.

Es ist 15.45 Uhr. Anstatt - wie von dem netten Herrn am Telefon empfohlen - den Aufzug zu nehmen, steige ich lieber per Pedes über die Treppen bis zum 3. Stockwerk hoch. Und komme hechelnd und schwitzend an meinem Ziel an.
Der junge Mann, der mich begrüßt, beäugt mich mitleidig. Vermutlich sehe ich abgekämpfter aus, als ich mich fühle, denn er bietet mir schnell den allerersten Stuhl im Seminarraum an. Wahrscheinlich hat er Angst ich würde zusammenbrechen, wenn ich noch einen Schritt weiter laufen müsste. Denke ich. Er lässt mich einen Moment verschnaufen und bringt mir dann einen Fragebogen, zum Ausfüllen.

Nach mir kommen noch weitere Bewerber, die von dem jungen Herrn ebenso einen bestimmten Platz zugewiesen bekommen. Also hatte meine Platzvergabe wohl doch nichts mit meinem mutmaßlichen Erschöpfungszustand zu tun, sondern einen anderen Sinn.
Nachdem alle ihre Bögen ausgefüllt haben, harren wir der Dinge, die da kommen werden.
Und die kommen in Form des jungen und eines zweiten Herrn, wovon, mit einem Blick auf mich, der erste dem zweiten erklärt: “Sie war die Erste” , woraufhin mir der zweite erklärt: “Sie waren die Erste, dann kommen sie bitte mit.” Wodurch die Begebenheit, dass ich mich auf dem allerersten Stuhl im Raum niederlassen durfte nun für mich restlos geklärt ist.

Ein Blick in meinen Fragebogen, ein Blick auf mich, einige wenige Fragen, meine Antworten dazu - und schon steht für den Mann fest: “Meinem Eindruck nach sind sie auf jeden Fall geeignet für diese Arbeit.” Mein Profil passt in die grundsätzlichen Vorraussetzungen, nach denen er neue Mitarbeiter aussucht. Dieses Gespräch, erklärt er mir, drehe sich nur um die Eignung für die Arbeit.
Dann gibt er mir in groben Zügen einen Einblick in die Aufgaben meiner eventuellen neuen Arbeitsstelle. Mir gefällt, was ich höre. Anspruchsvolle Schreibarbeit mit angenehm aufgeteiltem Zeitaufwand und ebenso angenehmer Bezahlung. Und als er mich zu einem zweiten, detaillierteren, Gespräch einlädt, stimme ich zu.

Zum Abschied überreicht er mir eine kleine Karte, auf der er den nächsten Termin notiert hat… Und im selben Moment sehe ich vor meinem geistigen Auge die Szene aus “Germanys next Topmodel” vor mir, wenn Heidi Klum den Kandidatinnen ein Bild überreicht, als Ticket in die nächste Runde… Die Ähnlichkeit der Situation finde ich so witzig, dass ich fast laut gelacht hätte. Ich kann mich gerade noch abbremsen und schaffe es, mit viel Selbstbeherrschung, in mich hinein anstatt laut heraus zu lachen.

Nachdem ich die Treppen leichtfüßig hinuntergelaufen bin und nach einem Abstecher in den Hof zu den Mülltonnen dann doch noch überraschend zielstrebig die richtige Tür zum Ausgang finde und mich auf den Weg zu meinem Auto mache - wird mir erst klar, dass ich noch immer die Terminkarte fest in meiner Hand umschlossen halte. Sie fühlt sich gut an. Und erst im Auto schaffe ich es, mich vorübergehend von ihr zu trennen und sie in meine Handtasche zu befördern.

Ein seltsam euphorisches Gefühl hat mich heimgesucht und auch die Tatsache, dass ich mich, typischerweise, erst einmal wieder ein klein wenig im Straßenverkehr verirre, bevor ich die Richtung nach Hause finde, kann dieses Gefühl nicht trüben.
`So ähnlich fühlen sich bestimmt die Bewerber von “Deutschland sucht den Superstar”, wenn sie vom ersten Casting kommen und sich freuen, es ins “Recall” geschafft zu haben´, geht mir durch den Kopf. Und so schwebe ich stundenlang in Hochlaune, von diesem Erlebnis der besonderen Art.

Ob es beim `es versucht zu haben´ bleibt oder eine zukunftsträchtige Entwicklung stattfindet, das wird sich zeigen. In zehn Tagen… beim “Recall”…

Allgemein04 Jun 2007 09:46 am

Der Sommer beginnt…

…hieß es am letzten Wochenende in den Nachrichten im TV.
Ja, das war mir schon vorher klar. Auch wenn das Wetter derzeit noch nicht so recht sommerlich daher kommt, so lag der deutlichste Vorbote des Sommers doch schon vor zwei Wochen bei mir im Briefkasten: Eine Vorankündigung für anstehende Straßenarbeiten. Denn ´alle Jahre wieder´wird bei uns vor der Tür die Straße aufgebuddelt. Immer dann, wenn der Sommer beginnt. Und immer ziehen sich die Arbeiten über den gesamten Sommer hinweg.

Diesmal sind es die Trinkwasser-Versorgungsleitungen, die neu verlegt werden. 12 bis 14 Wochen werden die Arbeiten voraussichtlich dauern. Und Behinderungen für die Anlieger und den Straßenverkehr sind leider nicht ganz zu vermeiden. Man bittet um Verständnis.
Verständnis für das Erneuern der Trinkwasser-Versorgungsleitungen - das habe ich durchaus. Das ist eine sehr wichtige Angelegenheit. Für unsere Gesundheit.
Kein Verständnis aber kann ich dafür aufbringen, dass diese Arbeiten nicht bereits beim letzten Mal mit erledigt wurden, als wegen irgendwelcher Rohrerneuerungen unsere Straße den ganzen Sommer über Stückchen für Stückchen aufgebaggert, zugeteert, aufgebaggert, zugeteert….wurde und einem selbst das herrlichste Sommerwetter mit Lärm und Staub vermieste.

Die Arbeiten haben zwar noch nicht begonnen, aber es ist schon optisch sichtbar, das uns “Großes” bevorsteht: Meterlange schmale, blaue Behältnisse, schlauchähnlich, mit roten Deckeln verschlossen, schmücken aufeinander getürmt den Anfang sowie das Ende unserer Straße. Grenzen uns bereits jetzt vom Rest der Welt ab.
Ich vermute, dass in diesen Dingern die neuen Leitungen aufbewahrt werden. Genau weiß ich es nicht. Aber ich werde es bestimmt bald erfahren. Spätestens wenn in unserer Wohnung der Boden wieder vibriert, vom Straßenlärm, und die Möbel tagtäglich aussehen, als wenn man drei Monate lang nicht Staub gewischt hätte, und das Auto aussieht, als wäre man damit durch die Sahara gefahren…seufzz..

Der Morgen ist diesig und frisch. Noch ist alles ruhig draußen. Aber, es liegt was in der Luft. Ich kann es schon spüren. Es ist so eine Art ´Ruhe vor dem Sturm´. So wie vor einem Gewitter. Man ahnt, dass es im Anmarsch ist, weiß aber noch nicht, wann es beginnt.

Da fällt mir ein, dass ich heute noch einkaufen muss.
Am besten, ich bringe mir schon mal einen großen Beutel voll mit Watte mit. Zum in die Ohren stopfen, falls es nötig wird. Zur Vorsorge, als “Accessoire” … für den bevorstehenden Sommer.