Mai 2007
Monatsarchiv
Zitate/"Weisheiten"30 Mai 2007 10:14 am
Du weißt nicht mehr
wie Rosen duften,
kennst nur noch arbeiten
und schuften.
So vergeh´n die schönsten Jahre,
und liegst du plötzlich auf der Bahre,
grinst hinter dir
auch schon der Tod:
“Kaputt geschuftet,
du Idiot…”
( Reim aus meiner Jugendzeit, Verfasser ist mir nicht bekannt)
Musik and Allgemein25 Mai 2007 10:55 am
Mister Lonely
Für den Fall…
dass es, außer mir, noch jemanden interessiert:
Am 15.06. erscheint das Debüt-Album des DSDS-Gewinners Mark Medlock. “Mister Lonely” - wird es heißen und beinhaltet folgende Trackliste:
01 Mark Medlock: Now Or Never (Single Version)
02 Mark Medlock: You Are So Beautiful
03 Mark Medlock: Seven Days
04 Mark Medlock: Relax Your Heart
05 Mark Medlock: Mr. Lonely
06 Mark Medlock: You Can Get It
07 Mark Medlock: A Moment Of My Life
08 Mark Medlock: Just Like Heaven
09 Mark Medlock: Oh Sarah
10 Mark Medlock: I Miss You
11 Mark Medlock: If You Just Call Me
12 Mark Medlock: I’m Just A Dreamer
13 Mark Medlock: Sad Sad Story
14 Mark Medlock: Only A Fool
Mark Medlock: Now Or Never (Videoclip)
Allgemein22 Mai 2007 01:16 pm
Kleine Wunder
Es ist einer der Tage, an denen schon vom ersten Augenaufschlag an alles quer läuft:
Es ist Freitag, der 18. Mai. Meine Kinder haben schulfrei. Brückentag, nennt sich das. Prompt stelle ich früh am Morgen den Wecker aus und drehe mich noch mal rum. Nur ein paar Minuten. Als mich meine Tochter dann irgendwann mit einem zarten “Mama, wann stehst du denn auf?” weckt, sagt mir ein Blick auf den Wecker, dass der Vormittag schon in vollem Gange ist.
Ein Hechtsprung aus dem Bett rächt sich sofort und beschert mir eine leichte Kreislauf-Attacke. Das fängt ja gut an, denke ich, bleib ruhig, erst mal eine Tasse Kaffee, dann sieht die Welt schon anders aus. Leichter gesagt, als getan.
Auf wackligen Füßen trotte ich zum Fenster um mit einem Blick in mein Umfeld den neuen Tag zu begrüßen. Das erste, was ich wahrnehme, ist eine vom Regen noch immer klitschnasse Straße und jede Menge Mülltonnen mit braunem Deckel. Biotonnen. Überall am Straßenrand. Nur vor unserem Mietshaus steht keine. Warum nicht? Ich brauche einen Moment, bis mein schwindliger Kopf die Lage erfasst: Ich war in dieser Woche die “Mülltonnen-raus-stell-Beauftragte” gewesen - und habe es vergessen.
So schnell, wie es mir mein wackliger Gesundheitszustand erlaubt, wechsele ich von meiner Schlafkleidung in Jeans und Shirt, schlüpfe mit strumpflosen Füßen in irgendwelche Schuhe, bewege mich mit Sternchen vor den Augen die Treppe hinunter in den Hof und schnappe mir die braune Tonne.
Sie ist sehr leicht. Ungewöhnlich leicht. Ein Blick hinein verrät mir, dass sie leer ist. Es dauert ein wenig, bis meine umnebelten Gehirnzellen mir erklären, was es mit der leeren Tonne auf sich hat: Sie ist schon geleert. Ich atme erleichtert auf. Einer meiner Mitbewohner hat wohl mein Versäumnis rechtzeitig entdeckt und die Tonne an die Straße gestellt und nach der Abfuhr sofort wieder an ihren Platz befördert.
Mit zitternden Beinen und immer noch Nebel vor den Augen taste ich mich also wieder in die Wohnung zurück, mit einer alles überdeckenden Vorfreude im Kopf: Kaffee. Endlich Kaffee trinken und wieder Mensch sein. Vor meinem morgendlichen Kaffee bin ich nun mal zu nichts zu gebrauchen.
Als ich die vollständig leergefegte Kaffedose in Händen halte sträuben sich meine Haare entsetzt zu Berge. Ich öffne in unrealistischer Hoffnung meinen Vorratsschrank, obwohl ich schon vorher weiß, was mich erwartet: Kein Kaffee. Hab vergessen Vorrat einzukaufen. Meine Stimmung ist endgültig auf dem Nullpunkt angekommen. Was für ein furchtbarer Tag! Einer von denen, an dem man sich am liebsten schon kurz nach dem Aufstehen wieder ins Bett legen und die Augen zu machen möchte.
Frustriert öffne ich die nächste Schranktür und entnehme dem Regal angeekelt ein Glas mit wasserlöslichen Kaffeekörnchen, das ich irgendwann einmal in einem Anflug von Neugier gekauft hatte, um beim Ausprobieren festzustellen, dass dieses Gebräu kaum mit Kaffeegenuß, sondern eher mit bitterer, schwarzer Brühe zu beschreiben wäre. Aber zumindest riecht es ein klein wenig wie Kaffee, ob das ausreicht, um meinen Gehirnzellen den nötigen Schwung in den Tag zu geben, bleibt abzuwarten.
Es reicht nicht. Meine Augen sehen zwar langsam aber sicher wieder klar und deutlich in die Welt, aber mein Geisteszustand bleibt auf Sparflamme.
Sehnsüchtig sehe ich in die Pc-Ecke. Nehme seufzend zur Kenntnis, dass sie von meinem Sohn mit Beschlag belegt ist. Und wohl für die nächsten Stunden auch belegt bleiben wird. Mein morgendliches Ritual, mit der zweiten Tasse Kaffee an den Pc zu wandern, meine Emails abzufragen und mit eigenhändigem Tastengeklapper freudig in den Tag zu starten, bleibt mir also heute auch verwehrt.
Ich begebe mich in mein Schicksal, quäle mich halbherzig und noch immer schläfrig mit Haushaltsarbeiten ab, stelle mich gegen Mittag pflichtsbewusst an den Herd, um das Mittagesssen zuzubereiten, sehe mich gezwungen von jetzt auf gleich den Speiseplan zu ändern, weil mir ein erneuter Blick in den Vorratsschrank sagt, dass ich bei meinem letzten Einkauf wohl geistig nicht anwesend war.
Nach dem Mittagessen bin ich noch mehr platt, als vorher, sehne mich nach Ruhe und frischer Luft. Draußen ist es kühl und feucht. Egal. Ich ziehe einen Pullover über, reibe einen Gartenstuhl trocken, bereite mir meinen obligatorischen Nachmittags-Cappuccino zu und setze mich mit ihm auf den Balkon, in der Hoffnung, dass meine Lebensgeister endlich erwachen.
Doch ein flüchtiger Blick über mein kleines Stückchen Freischwebe-Natur vermiest mir nur noch mehr den Tag. Die Blumenkübel und Töpfe mit den vertrockneten Pflanzen vom letzten Sommer sind wahrlich kein idyllischer Anblick. Gemäß den Bauernregeln setze ich meine sommerlichen Balkon-Pflanzen immer erst ein, wenn die “Eisheiligen-Tage” vorbei sind. Und die alten Pflanzen lasse ich immer überwintern und entsorge sie erst im Frühjahr, sozusagen als ´Auftakt-Arbeit´ in die Sommer-Saison. Doch in diesem Jahr konnte ich mich dazu noch nicht aufraffen. Hektik, zuviel andere Arbeit - wäre eine gute Ausrede. Aber es war wohl doch eher Bequemlichkeit, gestehe ich mir ein.
Traurig wende ich den Blick von den abgestorbenen Pflanzen weg, in meine Tasse hinein. Doch auch der Cappucino kann mich heute nicht aufmuntern. Was für ein schwarzer Tag. Missmutig starre ich Gedanken verloren vor mich hin.
Und bin auf einmal hellwach. Ich ahne, was ich sehe, aber ich kann es nicht glauben. Zwischen all dem vertrockneten Geäst in meinem großen Blumenkübel leuchtet mir etwas Pink-farbenes entgegen. Wie hypnotisiert stehe ich auf und gehe langsam darauf zu, teile mit den Händen die dürren Äste auseinander und betrachte voller Entzücken dieses kleine Wunder der Natur: Eine der Fuchsien-Pflanzen vom letzten Sommer hat tatsächlich überlebt und ist erneut gewachsen, zwar noch klein, aber mit saftig-grünen Blättern und einigen pink-rosa Knospen zu neuem Leben erwacht. Dieser Anblick versetzt mir einen Adrenalin-Schub, stärker, als es ein ganzer Pott Kaffee bewirken könnte. Unbändige Freude erfüllt mich, über dieses kleine Pflänzchen, das den Jahreszeiten trotzte, sich nicht hat unterkriegen lassen, sich durch Sturm und Kälte kämpfte und nun wieder zu neuem Leben erstrahlt.
Dass alte Pflanzen im nachfolgenden Jahr noch einmal gedeihen und erneut grün werden, das habe ich schon öfter erlebt. Aber neue Knospen? Nein, dieses kleine Wunder wurde mir bisher noch nie beschert.
Euphorisch suche ich nun auch die anderen Pflanzentöpfe nach Keimlingen ab. Und werde fündig. Inmitten von Unkrautgewucher haben noch zwei weitere Pflanzen überlebt. Zwar keine Knospen, aber mit grünen, gesund aussehenden Blättern und sogar schon hoch gewachsen.
Mit einem überschäumenden Glücksgefühl in mir lasse ich mich sanft wieder in meinen Gartenstuhl fallen, strecke die Beine genüßlich von mir. Blicke mit lächelnden Augen in die Welt: Was für ein herrlicher Tag!
Zitate/"Weisheiten"20 Mai 2007 11:14 pm
Lebenskunst ist nicht zuletzt
die Fähigkeit,
auf etwas Notwendiges zu verzichten,
um sich etwas Überflüssiges zu leisten.
( Vittorio de Sica )
Allgemein15 Mai 2007 12:30 pm
Leider nur Platz 19…
für Roger Cicero mit ” Frau´n regier´n die Welt ” beim `Eurovision Song Contest 2007´.
Und sicherlich eine herbe Enttäuschung für uns, dass der diesjährige deutsche Beitrag so wenig Anklang bei den europäischen Zuschauern fand. Erfreulich aber war, dass fast alle west-europäischen Länder dem symphatischen, souveränen und sängerisch hoch qualitativen Auftritt von Roger Cicero Respekt zollten und ihn mit Punkten belohnten.
Überwiegend 5 -7 Points vergaben die meisten west-europäischen Länder an den deutschen Beitrag. Besonders gefreut hatte ich mich über die großzügige, fair vergebene Punktezahl unserer Nachbarn Schweiz und Österreich und ebenso über die vielen Punkte für Deutschland aus Albanien, die, für mich, sehr überraschend kamen. Im positiven Sinne. Und sogar für Estland war der Auftritt von Roger Cicero einen Punkt wert.
Darum - trotz nur Platz 19 - dennoch eine erfreuliche Bilanz für Deutschland, denn man darf nicht vergessen, dass unser Swing-Beitrag von vornherein nur eine Außenseiter-Chance hatte. Denn Swing-Musik hat nun mal nur einen kleinen Liebhaber-Kreis, wogegen Pop-Musik eher ´massenkompatibel´ ist und eher Chancen auf Anklang in allen eurpäischen Ländern gehabt hätte.
Und dies war auch der Grund dafür, warum für mich der Beitrag von Heinz Rudolph Kunze “Die Welt ist Pop” der besser geeignetere Beitrag für Deutschland aus dem diesjährigen Vorentscheid gewesen wäre. Aber die Mehrzahl der Deutschen hatte sich für Roger Cicero als deutschen Vertreter beim ESC entschieden. Und man muss ganz klar sagen: Kompliment an Roger Cicero! Das war ein super Auftritt, er hat seine Aufgabe sehr gut gemacht und unser Land würdig vertreten. Ihn trifft keinerlei Schuld an der schlechten Endplatzierung für Deutschland.
Serbien als Sieger im diesjährigen Contest, geht für mich in Ordnung. Eine schöne Ballade, guter Auftritt, gute Stimme. Der beste Song des Abends war es allerdings für mich nicht. Mir hatte der Beitrag von Ungarn am besten gefallen. Aber, das ist sicherlich Geschmacksache. Und über Musik-Geschmack sollte man nicht streiten. Dem einen gefällt dies, dem anderen eher jenes. So soll es ja auch sein.
Geärgert hat mich wieder einmal, wie in jedem Jahr, die Punktevergabe von Deutschland. Denn schon seit mehreren Jahren ist von vornherein klar, dass die Höchstwertung von 12 Punkten von uns an die Türkei geht, einerlei ob der türkische Beitrag gut war oder miserabel schlecht. Ich kann zwar Verständnis dafür aufbringen, dass unsere vielen türkischen Mitbewohner, selbstverständlich, für ihr Heimatland Türkei voten möchten - und bei einem super Auftritt wie damals der von Sertab Erener wären die zwölf Punkte auch berechtigt gewesen - aber in diesem Jahr war der Beitrag aus der Türkei nun wirklich nicht die Höchstpunktzahl wert, mit mehr als fünf Punkten hätte er, fairer Weise, nicht bewertet werden dürfen.
Fair ist natürlich auch nicht das gegenseitige unter einander 12 Punkte hin und her schieben der osteuropäischen Länder. So wird nicht der beste Musik-Beitrag bewertet, sondern die Symphathien zu den umliegenden Nachbarländern präsentiert. Und dies führt dazu, dass die osteuropäischen Länder von vornherein größere Chancen haben, mit ihren Beiträgen in die Top 10 zu kommen, als die westlichen Länder. Sehr bedauerlich, dass der Eurovision Song Contest so seinen ursprünglichen Sinn als europäischer Gesangswettbewerb verliert und mehr und mehr zur Farce wird.
Es wäre wünschenswert, dass das Bewertungssystem ab dem nächsten Jahr neu strukturiert werden würde. Vielleicht käme eine fairere Punktvergabe zustande, wenn das Zuschauer-Voting der einzelnen Länder nur zu 50 % Einfluss auf die Punktevergabe hätte. Und sich die anderen 50 % aus der Bewertung einer dafür speziell ausgewählten Musik-Fach-Jury des jeweiligen Landes zusammen setzen würden. Ob so die Chancen-Gleichheit für alle eurpoäischen Länder hergestellt werden könnte ist zwar fraglich, aber einen Versuch wäre es sicherlich wert.
Nur ein paar Tage
Ihre Ellbogen klebten an der fettigen Oberfläche des wackligen Tisches. Sie hob die grau verfärbte Tasse mit dem Espresso an die Lippen. Ihre Hände zitterten. Die Augenlider flatterten leicht, vor Nervosität.
„Bist wohl von zu Hause weggelaufen, Kleine“, raunte ihr eine tiefe, weibliche Stimme ins Ohr.
Jane erschrak und errötete bis in die Haarspitzen. Sie hatte nicht bemerkt, dass die Bedienung mit der fleckigen Schürze sich so nah an sie heran gestellt hatte.
„Brauchst keine Angst zu haben, Kleine“ ,flüsterte die ihr beruhigend zu, „ von mir erfährt keiner was. Bin selbst auch in meiner Jugend von zu Hause ausgebüxt.“
Sie knipste Jane eines ihrer müden Augen und nahm ihr die Tasse aus der zittrigen Hand. „Der ist doch schon kalt! Schmeckt dir wohl nicht? Hab ich mir gleich gedacht, Espresso ist nix für so junge Mädchen wie dich. Ich bring dir nen Pfefferminztee, der wird dir gut tun. Geht aufs Haus. Und… “, sie machte eine bedeutsame Pause, bevor sie ihr verschwörerisch ins Ohr flüsterte, ” falls du noch keinen Unterschlupf hast, zwei Straßen weiter, da steht eine alte Villa, schon halb abgerissen, aber ein Teil davon ist noch halbwegs bewohnbar. Paar alte Möbel stehen auch noch rum. Und den zwei alten Pennern, die da wohnen sagst du, Klara hat dich geschickt. Dann wissen die Bescheid, dass du von mir kommst und die halten dann dicht, falls die Polente dort nach dir sucht.“ Dann schlurfte sie wieder zur Theke.
Jane atmete erleichtert auf. Ihr größtes Problem auf dieser Flucht hatte sich soeben von selbst gelöst, zumindest für die nächsten Tage. Bestimmt würde es in der alten Villa vor Dreck und Staub nur so strotzen, vielleicht würden sogar Ratten herum laufen, vielleicht würden die beiden alten Männer sie lüsternd betrachten, aber das war ihr egal, das würde sie ertragen. Alles war besser, als weiterhin das Rumkrabschen ihres Stiefvaters erdulden zu müssen. Seit dem Tod ihrer Mutter kam er fast jede Nacht zu Jane ins Bett. Und drohte ihr, sie umzubringen, wenn sie jemandem davon erzählen würde.
Obwohl sie erst sechzehn Jahre alt war hatte sie sich in den letzten Monaten gefühlt, als wenn sie ihr Leben schon hinter sich hätte, war willenlos dem Mann ausgeliefert gewesen, der ihrer herzkranken Mutter Liebe vorgegaukelt und sich dann in ihrem Leben breit gemacht und nach ihrem Tod ihr Vermögen an sich gerissen hatte.
Erst als er vor einigen Tagen geldgierig und ohne mit der Wimper zu zucken das von Generation zu Generation vererbte Klavier ihrer Mutter verkaufte, war Jane aus ihrer Lethargie erwacht. Und fing an innerlich zu rebellieren, gegen diesen Mann, dessen bloßer Anblick ihr mittlerweile Ekel einflößte.
„Hier, Kindchen, dein Tee. Den trinkst du jetzt brav aus.“ Die alte Klara drückte ihr mit bestimmtem Griff eine hohe Tasse in die Hände. „Und jetzt packe ich dir noch eine Tüte voll mit was Anständigem zu Essen drin, für die nächsten Tage, für euch drei. Und ne Flasche Fusel und paar Zigaretten für die zwei Alten. Das ist für die dann wie Weihnachten.“ Sie lächelte Jane aufmunternd zu. „Du brauchst keine Angst zu haben, die zwei sind ganz lieb. Und egal, wer auch immer hinter dir her ist, die beiden werden dich wie zwei Löwen beschützen. Bei denen bist du sicher.“ Sie tätschelte Jane mit mütterlicher Geste kurz auf die Schulter, wandte sich dann abrupt ab und ging schleppenden Schrittes auf die kleine Küche hinter der Theke zu.
Jane sah ihr dankbar hinterher. Trank dann den Tee in kleinen Schlucken. Spürte wie der frische Duft der Pfefferminze ihre Gedanken klärte und sich gleichzeitig eine angenehme Wärme in ihrem Körper entfaltete. Und fragte sich, wann sie sich das letzte Mal so wohl gefühlt hatte.
Allgemein06 Mai 2007 04:56 pm
Mark Medlock hat es geschafft !!

Mit sagenhaften 78,02 % für seine Stimme haben ihn die Zuschauer gestern Abend durch ihre Anrufe zum Sieger der 4. “Deutschland sucht den Superstar”- Staffel gekürt. Es war das bisher höchste Ergebnis eines Sieger-Votings seit Bestehen der DSDS-Casting-Show. Und an dieser Stelle von mir ein ganz herzliches, kräftiges DANKE an all diejenigen, die für Mark angerufen haben!
Sein Siegertitel “Now or never” wird schon in wenigen Tagen, am Freitag, denn 11. Mai erscheinen und in allen Plattenläden und Musikabteilungen, auch online, zu kaufen sein.

P.S. Falls jemand Interesse daran hat: die Abstimmungsergebnisse der einzelnen Mottoshows kann man bereits bei Bild online ( Sparte LEUTE ) einsehen.
Allgemein05 Mai 2007 04:14 pm
The winner is…
Heute, Samstag 5. Mai, findet das Finale der RTL-Casting-Show “Deutschland sucht den Superstar” statt. Von vielen heiß ersehnt - von anderen spöttisch belächelt. Wie immer kurz vor dem DSDS Finale, so werden auch diesmal wieder Stimmen laut, dass die Casting-Show noch nie einen ´Superstar´hervorgebracht hätte, die Gewinner bisher allesamt in der Versenkung verschwunden wären und die Show nur reine Abzocke wäre. Völlig zu unrecht wird behauptet, dass die vorherigen Gewinner ihre Chancen nicht wahrgenommen hätten.
Ein Blick zurück
Tobias Regner, der Sieger der 3. Staffel hat es im letzten Jahr mit seinem Sieger-Titel “I still burn” zu Platin-Status gebracht. Auch sein Debütalbum “Straight” war sehr erfolgreich und bescherte ihm ´Gold´. Danach wurde es ruhig um ihn. Aber wer denkt, Tobias wäre schon wieder von der Bühne verschwunden, der irrt. Er hat nach wie vor einen vollen Terminkalender, gibt Konzerte, tourt durch Deutschland und hat sich nun zurückgezogen um eigene Songs zu schreiben und auch bereits eine neue eigene Band zusammen gestellt. Da sich Tobias bereits auf seinem Debütalbum mit drei eigen geschriebenen Songs bestens präsentiert hatte, darf man freudig erwartend seinem neuen Album entgegen fiebern.
Auch sein ehemaliger Final-Gegner Mike Leon Grosch konnte im letzten Jahr mit seiner Single “Don´t let it get you down´guten Erfolg verbuchen und macht weiterhin Musik, hat schon eine Menge Auftritte quer durch Deutschland hinter sich und noch vor sich.

Die damals dritt platzierte Vanessa Jean Dedmon sitzt nun auch in den Startlöchern, ihre erste CD soll Mitte dieses Jahres auf den Markt kommen.

Der damals viert platzierte Nevio Passaro konnte sich Anfang dieses Jahres mit seiner ersten Single “Amore per sempre” erfolgreich in den Charts platzieren. Ihm wurde jüngst die Auszeichnung “VIVA-Comet für den besten Newcomer des Jahres” vom Musiksender VIVA verliehen.
Doch auch die Finalisten der vorherigen Staffeln sind bei weitem nicht so ´tot geglaubt´wie manch einer denkt:
Elli Erl, Siegerin der 2. Staffel hat zwar seit ihrem Siegertitel “This is my life” keinen größeren Charterfolg mehr gehabt, ist aber immer noch ím Rennen´. Auch sie tourt mit eigenen Konzerten durch Deutschland, hat sich mittlerweile optisch sehr, meiner Meinung nach positiv, verändert und wird Mitte dieses Jahres ihre nächste Single herausbringen. Erfolgreich aus der 2. Staffel ist mittlerweile auch der damals fünft platzierte Gunther Göbbel (links)
, der mit seiner Band ´Lemonice´ Anfang dieses Jahres einen Überraschungserfolg in den Charts landete, mit einer Cover-Version des Oldie-Klassikers “Only you”.
Und auch einige der Top-10- Finalisten der 1. DSDS Staffel (2003) sind keineswegs in der Versenkung abgetaucht: Der damalige Sieger Alexander Klaws
wurde von Roman Polanski für die Rolle des Alfred´im Musical “Tanz der Vampire” ausgewählt und hat sich mittlerweile zu einem Musical-Star gemausert. Doch er strebt auch weiterhin eine Solo-Karriere an und wird nach längerer Pause in diesem Jahr wieder eine Cd heraus bringen. Ebenso großen Erfolg auf der Musical-Bühne kann auch Judith Lefeber
mit ihrer Rolle im Musical “Aida” verbuchen. Sie galt bei der 1. Staffel als Top-Favoritin, schied aber, auf eigenen Wunsch, vorzeitig aus der Show aus, weil sie sich dem Druck der Show und der Medien nicht mehr gewachsen fühlte. - Ebenso ist auch der damals dritt platzierte Daniel Küblböck
niemals völlig aus der Musikszene verschwunden. Mittlerweile hat er sich gesanglich umorientiert, tritt erfolgreich mit Swing-Klassikern auf, hat sich optisch völlig, positiv, verändert und ist von dem ehemals ausgeflippten, schrägen Jungen zu einem erwachsenen jungen Mann herangereift und hat hart an seiner Stimme gearbeitet. Kein Vergleich mehr zu dem “schräg-singenden” Daniel von früher, nein, heute trifft Daniel “alle Töne” und singt überraschend gut. Auch er wird Mitte dieses Jahres eine neue Cd und soweit ich informiert bin auch ein Album herausbringen. - Auch immer noch musikalisch tätig aus dieser ersten Staffel ist die damals viert platzierte Gracia Baur.
Ein absolutes Stimmwunder, das leider nach ihrem damaligen Ausscheiden bei DSDS falsch beraten wurde. Ihr bleibt zu wünschen, dass sie endlich den richtigen Komponisten/Produzenten findet, der im Stande ist ihr Songs `auf den Leib´zu schreiben, die die Faszination ihrer Stimme endlich voll zur Geltung bringen.
Blick nach vorn
Und heute ist es also wieder einmal so weit. Um 20.15 beginnt bei RTL das Finale der 4. DSDS Staffel, mit zwei Finalisten, die unterschiedlicher in Typ und Stimme nicht sein könnten und nur eines gemeinsam haben: Beide sind starke Symphatieträger, der 28jährige Hesse Mark Medlock ebenso wie der 16jährige Bayer Martin Stosch. Beide wollen den Sieg. Nur einer wird gewinnen. Nämlich derjenige, der beim an die Show anschließenden Voting die meisten Zuschauer-Anrufe erhält! Mit folgenden Songs werden die beiden heute Abend um die Gunst der Zuschauer kämpfen:
Martin Stosch:
”Life Is A Rollercoaster“ (Ronan Keating); ”Crazy Little Thing Called Love“ (Queen)
Siegertitel: ”I Can Reach Heaven From Here“ (geschrieben von Jörgen Elofsson, produziert von Peter Ries)
Mark Medlock:
“Wonderful World“ (Louis Armstrong); ”Easy” (Lionel Richie)
Siegertitel: ”Now Or Never“ (geschrieben und produziert von Dieter Bohlen)
Als besonderes ´Sahnehäuchen´ werden sie zusätzlich zu ihren Solo-Darbietungen gemeinsam auftreten mit dem Duett: “Don‘t Let The Sun Go Down On me” (von Elton John und George Michael)
Wer wird am Ende das Rennen machen? Ich bin gespannt. Und würde mir, für mich, wünschen, dass der Sieger der 4. DSDS Staffel Mark Medlock heißt.
Martin Stosch
Mark Medlock
Allgemein04 Mai 2007 12:09 pm
Elternabend
Mittwoch, 2. Mai, 19 Uhr. Die Zeit drängt. Um 19.30 Uhr beginnt der Elternabend in der Schule. Es geht um Risiken, denen unsere Kinder im Internet ausgesetzt sind, in Chat-Räumen, per Messenger, E-Mails und auch beim Gebrauch von Handys, und vor allem geht es darum, wie manche Personen das Internet nutzen, um Mädchen und Jungen mit Pornografie und exhibitionistischen Handlungen zu konfrontieren - oder Kontakte zu potenziellen Opfern suchen, um sich mit ihnen zu treffen und sie sexuell zu missbrauchen. Es geht nicht nur um das Aufzeigen dieser Risiken sondern vor allem auch um die Möglichkeiten für Eltern, ihre Kinder davor zu schützen. Und ein Internet-Verbot ist kein Schutz. Sondern fördert nur Heimlichkeiten. Soviel ist klar. Aufklären ist besser. Nur so können Eltern und Kinder gemeinsam handeln, wenn ein solcher Fall auftritt.
Ich muss mich sputen. In der Aula der Realschule Aldenhoven gibt es nur ca 70 Sitzplätze. Oder sind es 100? Ich weiß es nicht genau. Auf jeden Fall wird die Aula heute Abend zum Bersten voll sein, bei einem so wichtigen Thema. Schon 19.15 Uhr! Nun aber los. Höchste Zeit. Hoffentlich kriege ich noch einen Parkplatz. Und wenn ich Pech habe, dann sind schon alle Stühle besetzt und mir bleibt nichts anderes übrig, als den Vortrag stehend an die Wand gelehnt anzuhören. Ich ärgere mich über mich selbst, weil ich die Zeit so verbummelt habe.
Als ich an der Schule ankomme traue ich meinen Augen nicht: Die Straße ist fast leer. Vereinzelt stehen einige, wenige Autos geparkt, die aber auch den Anwohnern gehören könnten. Unsicher geworden fahre ich Richtung Haupteingang. Habe ich mich im Datum geirrt? Nein, doch nicht. Zwei Frauen stehen vor der Tür und unterhalten sich und eine davon erkenne ich als Lehrerin. Wahrscheinlich habe ich mich nur in der Uhrzeit vertan und der Elternabend beginnt erst um 20 Uhr. Ich atme erleichtert aus.
Doch schon beim Eintreten in die Eingangshalle wird mir klar, dass ich zum richtigen Zeitpunkt eingetroffen bin. In der Halle stehen einige Lehrer mit enttäuschten, regelrecht betroffenen Gesichtern. Wortfetzen wie “…so wenig Interesse..” dringen in mein Ohr. Ich sehe einen Tisch, prall gefüllt mit Broschüren, blicke kurz drüber, habe aber jetzt keinen Nerv mich eingehend damit zu beschäftigen und mich daran zu bedienen. Denn eine ungläubige Vorahnung treibt mich weiter.
Ich betrete die Aula. Und bin fassungslos. Entsetzt. Die Stuhlreihen auf der linken Seite sind komplett leer. Auf der rechten Seite sitzen - sieben Personen. Ich bin die achte. Völlig verdattert lasse ich mich in einen Stuhl fallen. Bestimmt liegt es am schönen Wetter, denke ich, und bestimmt kommen noch jede Menge Nachzügler, hoffe ich. - Es kommen noch genau drei Leute. Mehr nicht. Dann wird die Tür zur Aula geschlossen.
Der Schulleiter eröffnet den Elternabend mit wenigen Worten. Macht keinen Hehl aus seiner Enttäuschung darüber, dass nur so wenige Eltern an diesem wichtigen Thema Interesse gezeigt haben und bedankt sich bei uns, dass wir zu diesem eigens dafür organisierten Abend gekommen sind. Dann übernimmt der Referent dieses Abends das Wort: Herr E. von Zartbitter e.V. Köln.
Er zeigt uns im Laufe des Abends mit anschaulichen Mitteln die Internet-Risiken auf, denen unsere Kinder - vor allem beim Chatten - ausgesetzt sind. Elf Zuhörer und eine Handvoll Lehrer lauschen gebannt, sind während dem Aufzeigen an praktischen Beispielen oftmals schockiert darüber, wie leicht es ´Täter im Internet´ haben, Opfer für Missbrauch zu finden - wenn Kinder und Eltern nicht genügend aufgeklärt sind, um sofort dagegen anzugehen. Theoretisch waren mir solche Vorfälle zwar schon bekannt, aber erst anhand dieser praktischen Beispiele wird mir die ganze Brisanz dieses Themas klar. Ebenso klar wird mir, wie wichtig es war, an diesem Elternabend teil zu nehmen.
Für immer unklar aber wird mir bleiben, warum nur so wenig Eltern an Möglichkeiten zum Schutz ihrer Kinder vor Internet-Risiken interessiert waren - warum nur für so wenige das Thema wichtig genug war, um an diesem Elternabend teilzunehmen.
Zitate/"Weisheiten"01 Mai 2007 10:04 pm
Das Leben gleicht einem Buche:
Toren durchblättern es flüchtig;
der Weise liest es mit Bedacht,
weil er weiß, dass er es
nur einmal lesen kann.
(Jean Paul)