April 2007


Allgemein27 Apr 2007 07:12 pm

Morgen, 28. April 2007 - ist DSDS Halb-Finale

…und mein Favorit Mark Medlock ist immer noch im Rennen! Ich mag seine Stimme sehr und hoffe, dass er es weiter schafft und von den Zuschauern ins Finale am 5. Mai gevotet wird. Er hat alle bisherigen Motto-Shows der DSDS-Casting-Show mit Bravour gemeistert und hätte es verdient ins Finale zu kommen und verdient es ebenso den `Superstar-Titel´ - und somit einen Plattenvertrag - zu gewinnen. Auch wenn sein hessischer Dialekt mir manchmal Rätsel aufgibt und ich nicht immer verstehe, was er sagt oder erzählt…wenn er singt, dann spricht er eine eindeutige Sprache: die Sprache der Musik. Gefühl pur, präsentiert von seiner faszinierenden Soul-Stimme. - Ob ich hier die Werbetrommel für Mark Medlock rühre? -  J A !! 

                                       Please, Vote for MARK !!!

Sachtexte26 Apr 2007 12:36 pm

Mein Rücken schmerzt. Und in meinem Nacken kracht es hörbar, wenn ich den Kopf drehe. Schon seit Wochen. “Vielleicht ist es ein Bandscheibenvorfall?” meint mein Sohn. ”Ach, was!” wehre ich ab. “Geh´doch mal zum Arzt!” bohrt er weiter. ”Warum?” frage ich erstaunt. Was soll ich denn da?

Dort müsste ich dann erst einmal zehn Euro Praxisgebühr bezahlen, weil der Onkel Doktor sonst nicht mit mir sprechen darf. Wenn ich bezahlt habe, dann darf ich ihn in seinem Sprechzimmer besuchen. Da er schon lange mein Hausarzt ist, wird er sofort wissen, woher meine Rückenbeschwerden kommen. Genauso wie ich. Nämlich von ehemals berufsbedingter, körperlicher Überbelastung, die mir schon in jungen Jahren Verschleiß-Erscheinungen der Nackenwirbel bescherte und sporadisch immer wieder zu starken Verkrampfungen führt.

Als erste Massnahme wird er mir Mikrowellen-Bestrahlung vorschlagen, die ich, wie immer, dankend ablehne, weil sie meinem Rücken nicht hilft und zudem mein Kreislauf danach verrückt spielt. Das weiß nicht nur ich, das weiß auch er. Aber er muss es mir jedes Mal anbieten. Guter Mann. Dann kriege ich von ihm einen Tipp, welche Salbe mir am besten helfen könnte, sowie die zarte Andeutung, dass ein bisschen weniger Gewicht auf den Rippen meinem Rücken sicherlich gut tun würde. “Und wenn die Salbe nicht hilft, dann kommen sie noch mal”, wird er mir sagen. Dass sie meine Beschwerden nur minimal lindern kann - das weiß er, das weiß auch ich.

Und wenn ich dann wiederkomme, dann darf er mir ein Rezept für sechs Massagen geben, das wissen wir beide, auch ohne Worte. Ebenso wissen wir beide, dass es bei dem einmaligen Rezept bleiben wird, weil er heutzutage kein Folge-Rezept mehr verordnen darf, in “so Fällen, wie meinem”.  Und das hilft mir nicht, weil sich erfahrungsgemäß erst ab der sechsten Massage eine Besserung einstellt und wenn danach keine weiteren Behandlungen anschließen, dann waren die vorherigen auch für die Katz. Ebenso wie das Geld, das ich für die Rezept-Zuzahlung leisten musste. Also, können wir das auch gleich sein lassen. Und ich werde vorerst nicht wieder kommen, das weiß er, und das weiß ich.                                                                                                 

Mein nächster Weg würde mich also in die Apotheke führen, wo ich des Doktors Geheimtipp-Salbe kaufe, natürlich auf eigene Kosten, denn die Krankenkasse übernimmt so ´Kinkerlitzchen´schon lange nicht mehr. Die zahlt erst dann, wenn man mit dem ´Kopf unterm Arm´ kommt und nur noch eine Operation helfen kann.

Und da ich nicht einsehe, dass ich für einen “Salben-Tipp” zehn Euro Praxisgebühr bezahlen soll, die die Krankenkasse dann zusätzlich zu meinem monatlichen Beitrag erhält, obwohl sie keinen Finger für mich krumm gemacht hat - gehe ich doch gar nicht erst zum Arzt. Sondern gleich in die Apotheke. Kaufe mir eine schmerzlindernde Salbe. Und warte geduldig ab, bis ich eines Tages für die Krankenkasse zu einem `ernst zunehmenden Krankheitsfall´ geworden bin, dem sie sich dann nicht mehr verschließen kann.

Vielleicht habe ich aber auch Glück und werde gar nicht erst zum Ernstfall… falls die Krankenkassen endlich die Erleuchtung kriegen, dass es nicht nur für den Patienten, sondern auch für die Kassen auf Dauer gesehen günstiger ist, wenn sie vorbeugende Maßnahmen wieder, so wie in früheren Zeiten, für ihre Mitglieder übernehmen würden - und so in vielen Fällen schwerwiegendere Folgen verhindern könnten - für Kasse und Patient…

Zitate/"Weisheiten"19 Apr 2007 09:50 am

“Es ist idiotisch,

sieben oder acht Monate

an einem Roman zu schreiben,

wenn man in jedem Bücherladen für

zwei Dollar einen

kaufen kann.”

(Mark Twain)

Allgemein16 Apr 2007 09:00 am

Die Straße vor der Schule wirkt, als würde sich ein Ameisenhaufen sammeln um sich auf einen längeren Wegmarsch zu machen. Eltern, Lehrer, Kinder. Obwohl, Kinder kann man eigentlich nicht mehr sagen. Es sind schon eher junge Erwachsene, die sich in Grüppchen zusammengestellt haben, meist mit fröhlich erwartungsvollen Gesichtern, einige schauen ein wenig ängtlich drein. Lehrer wibbeln aufgeregt hin und her, trommeln ihre Klassen zusammen. Die Schüler verteilen sich nun auf ihre Busse. Der Ameisenhaufen wird lichter und besteht nun nur noch aus Vätern und Müttern, die sich seitlings vor den Bussen verteilen, um durch die getönten Scheiben noch einen letzten Blick auf ihr Kind zu erhaschen. Mütter und Väter mit gemischten Gefühlen im Gesicht, ein wenig besorgt, ein wenig traurig, aber auch gönnerhaft - in den Startlöchern, um noch ein letztes Mal zu winken, bevor sich die Meute auf ihre Schul-Abschlußfahrt in die Regierungshauptstadt Berlin macht.

Mein Sohn winkt mir fröhlich zu. Er freut sich auf die Reise. Ich winke ihm zurück. Und freue mich für ihn. Dann fahren die Busse langsam an und die Kinder entschwinden dem Blickkreis ihrer Eltern. Für einige Tage. Ich muss mal kräftig schlucken. Dann wende ich mich ab und mache mich auf den Weg nach Hause.

Am Mittwoch wird auch meine Tochter auf Klassenfahrt fahren. Am Freitag kommen dann beide wieder nach Hause. Nach Hause von ihrem “Besuch in der Welt”.

Eines Tages aber, dann werden sich beide auf eine längere Fahrt machen. Auf die Reise ins eigene Leben. Dann werden sie nur noch zum Besuch nach Hause kommen. Tja, so ist das eben. Irgendwann… verlassen alle Küken ihr Nest.

Allgemein12 Apr 2007 07:03 pm

 

Es war exakt 16.26 Uhr als ich heute Nachmittag auf “Email senden” drückte und die letzte Hausaufgabe meines Fernstudiums in die große weite Welt des Internets verschwinden sah. Und ca. eine Stunde später hatte ich die Einsendebestätigung in meinem Mail-Postfach entdeckt: Die Bestätigung der ´Schule des Schreibens´ , dass meine Einsendeaufgabe bei ihnen in Hamburg angekommen ist. Und das bedeutet:

 

Ich habe es geschafft! Ich habe dreieinhalb Jahre mein Fernstudium in Belletristik und Sachliteratur durchgezogen und heute zu Ende gebracht.

 

Die letzte Rückantwort meiner Studienleiterin werde ich zwar erst in zwei Wochen erhalten, aber was “meine Arbeit” angeht, die ist nun erfüllt, das Studium abgeschlossen.

Ein kleines Tränchen der Wehmut habe ich nun in meinem linken Äuglein, denn das Studium mit seinen Lehrheften, Hausaufgaben und Studienleitern gehörte ja immerhin dreieinhalb Jahre lang zu meinem Alltag. So wie “normale” Menschen jeden Tag zur Arbeit gehen, so habe ich mich jeden Tag in meine Lehrhefte gekniet oder mich im Schreiben geübt. Habe dafür zwar nicht, wie “normal Arbeitende” einen finanziellen Ausgleich für meine Arbeit erhalten, aber dafür jede Menge “ideellen” Lohn, in Form von Freude am Schreiben, jede Menge eigen geschriebenen Geschichten und Beutel voll mit Wissen in punkto Belletristik und Sachliteratur. Geld verschwindet auf dem Konto, so wie es drauf kommt ist es schnell auch wieder weg, aber - Wissen bleibt. Das kann mir niemand jemals wieder wegnehmen.

Und wenn ich jetzt so zurückdenke, dann wird mir ganz übel bei dem Gedanken - dass ich das Studium noch vor Beendigung des Grundkurses fast hin geschmissen hätte!  Denn nachdem ich die ersten Lehrhefte fast problemlos und in einem Affentempo durchgezogen hatte erwischte mich beim 7. Heft, bzw, der Hausaufgabe dazu, meine erste Schreibblockade. Und einige “Insider” sind vermutlich Leidensgenossen… ich sage nur: PICKNICK-BILD ..  Irgendwie hatte ich die Aufgabe dann aber doch noch bewältigt und es war sogar noch eine nette Geschichte draus geworden.

Danach ging es erst einmal wieder in rasendem Tempo weiter, ich wähnte mich sicher, nichts könne mich mehr erschüttern, doch dann - kam die G11. Und mit ihr nicht nur meine zweite Schreibblockade, sondern, noch viel schlimmer: die ersten handfesten Selbstzweifel. Gedanken wie “Warum schreibe ich überhaupt, will doch eh keiner lesen” oder “andere können das viel besser, ich werde niemals so gut schreiben können, wie die” beherrschten über Wochen hin mein Denken.Ich war, tatsächlich, knapp davor mein Studium abzubrechen. Wie ich aus diesem dunklen Loch wieder heraus kam, was letztendlich bewirkt hat, dass ich mich wieder aufrappelte und weitermachte - das kann ich heute nicht mehr sagen.

Allein der Gedanke daran, dass ich mich fast aufgegeben hätte lässt mir nun die Haare zu Berge stehen. Denn, was wäre mir alles entgangen, wenn ich damals das Studium abgebrochen hätte?…

… Ich hätte niemals erfahren, wie man aus einem einzelnen Gedanken heraus eine Geschichte formen kann, hätte nie erfahren, dass es mir Spaß macht, mich sogar an Science-Fiction, Kindergeschichten oder Krimis zu versuchen. Ich wüßte nicht, wie man einen autobiographischen Text inhaltlich strukturiert und vor allem hätte ich niemals erfahren, dass Sachliteratur keineswegs immer eine “trockene Geschicht´” ist, sondern auch sehr unterhaltsam sein kann und das Schreiben von Sachtexten, je nach Genre, mir sogar sehr viel Spaß machen würde. Dadurch habe ich auch für mich eine Form des Schreibens gefunden, mit der ich alltägliche Gedanken, die mir schon mal durch den Kopf rasen leserlich und nachvollziehbar aufs Papier kriegen kann. Also: das Wirrwarr raus aus dem Kopf - und drauf auf´s Papier. Und somit wieder friedliche Stimmung in den Gehirnzellen. Und ich bin innerlich nun viel ausgeglichener als noch vor zwei Jahren.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich blicke mit ein bißchen Wehmut zurück, aber überwiegend mit Erleichterung und auch mit Stolz, dass ich diese dreieinhalb Jahre, diese lange Zeit des Lernens durchgehalten habe, trotz allerlei unvorhersehbaren Ereignissen, die mich oftmals gezwungen hatten, das Studium und Schreiben vorübergehend hintenan stellen zu müssen.  Und blicke nun nach vorne und freue mich auf all die Geschichten, die ich in Zukunft noch schreiben werde. 

In meinem Kühlschrank steht noch ein Fläschchen Sekt, das werde ich mir heute Abend gönnen um den Abschluß dieses Lebensabschnitts zu begießen. Und selbstverständlich gebe ich euch gerne ein wenig davon ab. Na, denn: Prost !

                                            

   

 

 

 

 

Allgemein11 Apr 2007 04:09 pm

Schade. Mein Kurz-Krimi für den Krimi-Schreibwettbewerb hat den Weg in die Anthologie nicht geschafft. Gestern Abend wurden die ausgewählten Beiträge auf der Forum-Seite des Verlages bekannt gegeben. Meinen Beitrag nicht auf der Liste der Ausgewählten zu finden hat mich zwar einerseits nicht sehr überrascht, aber dennoch war ich auf den ersten Moment tief enttäuscht. Denn obwohl ich mir von vornherein keine großen Chancen ausgerechnet hatte, war doch immer die kleine Hoffnung da, vielleicht doch den Einzug ins Buch zu schaffen.

Nun ja. Mittlerweile habe ich es verschmerzt. Und frage mich nun, was ich mit diesem regional bezogenen Krimi anfangen soll, für den ich mir während des Entwurf schreibens mehrere Nächte um die Ohren gehauen und an dem ich wochenlang mehrere Stunden täglich gearbeitet habe. Wäre es nur eine Kurzgeschichte von wenigen Seiten, dann könnte ich ihn in irgendein Forum zur Diskussion einstellen. Oder ihn zumindest hier ins Weblog stellen, damit er hier seinen “wohlverdienten Frieden” findet und vielleicht hin und wieder von irgendwem gelesen wird. Doch eine Krimi-Erzählung von zehn Seiten…dieser Umfang sprengt den Rahmen für jedes Forum und ist auch zu lang fürs Weblog.

So wird er nun erst einmal als Datei auf meinem PC schlummern. Vielleicht ist er mir ja irgendwann einmal zu irgendetwas nützlich. Es war auf jeden Fall eine schöne Erfahrung ihn geschrieben zu haben. Und umsonst war die Arbeit auch nicht. Denn diese Krimi-Erzählung von zehn Seiten ist mein erster mehrfach überarbeiteter Text in dieser Länge. Und darauf bin ich auch ein wenig stolz.

 

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