"Unvollendete"


"Unvollendete" and Allgemein28 Jan 2008 12:32 pm

Und sie warten und warten…

Matteo steht schon seit mehr als einem Jahr auf der Terasse seiner Penthauswohnung und weint -
so wie Susan seit etlichen Monaten gespannt vorm PC sitzt, neugierig darauf, wer wohl `Piano ´ist.
Und Kolja sitzt schon seit…hab vergessen, wie lange schon… im `Spider-Ship´ - nicht ahnend, warum der Rückflug von der Erde zum Mars so lange dauert…
…und während Orakel und Agirus in ihren Plänen, Max und Laura zusammenzubringen, noch keinen Schritt weiter gekommen sind,
verharren auch Tom und Benji immer noch im Schritt, um `Mister Oberschlau´ zu dem Todesfall im Mietshaus auszufragen.
…Und dann sind da auch noch Tonja und der Graf, die beide noch immer unter Schock stehen, weil sie sich verlobt haben, ohne es so recht zu wollen und sich fragen, was das Schicksal mit ihnen vorhat.
…Ganz zu schweigen von Anita, die immer noch in dem Glauben ist, ihr Chef wäre ebenso verliebt in sie, wie sie ihn ihn…die Ärmste.
…Und Hermann sitzt noch immer in der Kirche, obwohl Heilig Abend doch schon lange vorbei ist…und…

Ich mag gar nicht darüber nachdenken denken, wer sonst noch so alles auf mich wartet.
Ich komme, Leute! Bald. Nur noch ein wenig Geduld!
…Denn erst muss ich noch die Wäsche abhängen, die Waschmaschine neu befüllen und starten, das Badezimmer putzen und überhaupt, bald ist schon Mittag, muss gleich kochen, heute Nachmittag bin ich unterwegs, danach bin ich zu müde zum Schreiben, also wird das heute wohl leider nichts mehr mit meinem Besuch bei euch. Sorry.
Mal gucken.
Morgen, vielleicht.
Oder Übermorgen….oder…
Ich komme bestimmt bald mal wieder vorbei!
Versprochen
…seufz…

"Fantastik" and "Unvollendete"26 Okt 2006 12:55 am

( Soft-Science-Fiction-Versuch)

Mission Heiliges Wasser

             ( 1. Teil )


Irgendetwas hatte mich geweckt. Mühsam öffnete ich die Augen und  stellte verwundert fest, dass alle Lichtkegel im Raum eingeschaltet waren. Eigenartig. Ich war mir völlig sicher, dass ich sie vor dem Einschlafen ausgeschaltet hatte.
„Sei gegrüßt, Kolja“, vernahm ich eine vertraute Stimme neben mir.
Überrascht wandte ich den Kopf zur Seite: „Pankraz? Du?“
Er schmunzelte und zupfte vergnügt an seinem Schnauzbart herum. „Sieh mich nicht an, als wäre ich ein Geist. Ich habe einen Eilauftrag für dich, darum musste ich dich so unsanft wecken.“ Mit einem breiten Grinsen im Gesicht musterte er meine mit bunten Fischen bedruckte Schlafkleidung.
Ich ignorierte seinen belustigten Blick. „Nun sag schon, was ist das für ein Auftrag?“ Mein Herz klopfte erwartungsvoll.
„Unser Bestand an heiligem Wasser ist fast aufgebraucht. Du musst wieder runter auf die Erde fliegen, um die Tanks aufzufüllen.“
Ich spürte, wie meine Augen feucht wurden, vor Freude.
„Freu dich nicht zu früh“, warnte er eindringlich, „denn dieses Mal wirst du mit Eskorte hinunter fliegen: Arestus und Karbon werden dich begleiten.“
Ich erstarrte. „Kyras Leibgarde!“
Er nickte mitleidig. „Sie hat darauf bestanden, dass die beiden jeden deiner Schritte überwachen. Damit du nicht wieder, wie beim letzten Mal, auf die Idee kommst, es dir da unten gemütlich zu machen. Aber trotz deiner Verfehlung bist du nun mal der beste Mann für diesen Job, sagt Kyra. Und jetzt steig endlich aus der Schlafkoje, es ist höchste Zeit, das Spider-Ship ist schon startbereit.“
„Oh, nein, nicht schon wieder mit diesem alten Rumpel-Schiff!”
 

Das Spider-Ship rappelte und dröhnte, schüttelte uns durch auf diesem Flug durch Raum und Zeit. Ich fühlte mich unwohl dabei. Denn Karbons äußerst bescheidene Flugkünste waren mir ebenso gut bekannt, wie die Eigenmächtigkeit, die das alte Schiff unerwartet an den Tag legen konnte. Ich hatte starke Bedenken ob wir jemals sicher auf der Erde ankommen würden und faltete heimlich schon mal meine Hände, zum letzten Gebet. 
„Es ist Zeit, zieh dich um“, brummte Arestus mir übellaunig zu.
Gehorsam zog ich die „Fellachen-Kleidung“ an, die Kyra nach Bildern der Überlieferung hatte anfertigen lassen. Für den Fall, dass ich von Einheimischen gesehen wurde, würde ich so kein Aufsehen erregen.
Als das Spider-Ship hinter dem Palmenhain aufsetzte, atmete ich erleichtert auf.
„Okay, Kolja. Raus mit dir. Und denk dran, wir haben dich genau im Auge!“ Arestus wies in seiner typisch arroganten Manier mit seinem Kopf zu einem kleinen Bildschirm, an dem Karbon gerade die nötigen Einstellungen vornahm.
Ich nickte, öffnete die Luke und trat hinaus.
 
Die Kühle der Nacht drang in meine Lungen. Ich atmete mehrmals tief ein und aus. Was für eine herrlich klare Luft! Mit geübten Handgriffen entsicherte ich im Dunkeln den Laderaum, öffnete die Spule, entnahm ihr den eingerollten Schlauch und hängte ihn um eine Schulter. Nachdem ich den Saugschlauch vorschriftsmäßig an den ersten der sechs leeren Wassertanks angeschlossen hatte, pirschte ich mich so leise wie möglich an den Fluss heran, watete einige Meter hinein, senkte den Schlauch ins Wasser und schaltete die Saugvorrichtung ein. Sofort spürte ich das schon vertraute Vibrieren in den Händen.
                                                                                       
„Nil“ nannte Kyra dieses Gewässer und laut unseren Überlieferungen war es ein „heiliger Fluss“, weil sein Wasser  heilende Kräfte hatte. Schon oft hatte ich mich gefragt, ob es tatsächlich die Kraft dieses Wassers war, die die Lungenkrankheit von uns Marsianern eindämmte, oder ob vielleicht nur der Glaube daran, dass das Wasser aus dem Nil heilende Kräfte hatte, diese Linderungen bewirkte. Ich  traute mich aber nicht, diesen Gedanken laut auszusprechen, denn damit würde ich mir Kyras Zorn zuziehen.
Über mir sah ich die Sterne am Himmel funkeln. Ihr sanftes Licht legte ein geheimnisvolles Glitzern über das Wasser. Sehnsüchtig warf ich einen Blick in die Ferne.

Bei meinem letzten Besuch hier hatte ich mich dazu hinreißen lassen, nach dem Füllen der Tanks die Tarnglocke über dem Schiff einzuschalten, um eine ausgedehnte Wanderung ins Landesinnere zu unternehmen. Bei Tagesanbruch hatte ich mich neugierig unter die Einheimischen gemischt, mir die vielen appetitlichen Früchte angesehen und die köstlichen Düfte eingeatmet von gebratenem Fleisch, frisch gebackenem Brot und starkem Kaffee. Diese Lebensmittel gab es, in dieser Form, nicht bei uns auf dem Mars. So hatte ich mich damals verliebt in dieses Land, dass Kyra „Ägypten“ nannte.
Ich konnte nicht verstehen, warum unsere Vorfahren das Leben auf der Erde kampflos aufgegeben hatten und auf den  Mars geflüchtet waren. Terror und Angst, so hieß es in den Überlieferungen, gehörten damals zum Leben wie das tägliche Essen. Als meine Vorfahren die Flucht zum Mars angetreten hatten, waren sie sich völlig sicher gewesen, dass ihre heimlich entwickelten Technologien ihnen genug  Sauerstoff verschaffen würden, um auf dem Mars ein normales Leben führen zu können. Aber sie hatten nicht damit gerechnet, dass ihr sorgfältig ausgeklügeltes System das Leben auf dem Mars zwar möglich machten, aber die Bewohner fortan ihr Leben lang mit schweren Lungenkrankheiten zu kämpfen haben würden. Wenn ich es mir hätte aussuchen dürfen, dann wäre ich lieber auf der wohlriechenden Erde, als auf dem stickig dampfenden Mars geboren worden. Ich hätte es gerne in Kauf genommen, dass mir ein von Angst beherrschtes Leben beschieden gewesen wäre, hätte um mein Dasein gekämpft und dafür meine Lungen mit dieser wunderbar frischen Luft füllen können, die den Kopf so klar und das Herz so weit machte.

Ein leises Piepsen drang an mein Ohr. Der erste Tank war voll. Ich schaltete schnell den Melder aus und blieb einen Moment lang regungslos stehen. Nichts bewegte sich rundherum. Kein Ton war zu hören. Dann ging ich vorsichtig den Weg zurück und klemmte den Saugschlauch an den nächsten Tank an.


 Die zwei Stunden, die für das Abfüllen nötig waren, vergingen mir viel zu schnell. Schon war der Zeitpunkt des Abschieds gekommen.
Schweren Herzens wickelte ich den Schlauch wieder auf die Spule und sicherte dann den Laderaum von außen ab, mit so langsam behäbigen Bewegungen, als wenn ich die Zeit damit aufhalten könnte. Es widerstrebte mir, ins Schiff zu steigen und wieder nach Arche-Town zurück fliegen zu müssen. Wie leicht wäre es gewesen, jetzt einfach drauflos zu laufen und ins Landesinnere zu fliehen! Die Tanks waren voll, die Mission somit erfüllt. Deshalb würden sich Arestus und Karbon nicht die Mühe machen, mich wieder einzufangen. Sie würden Kyra irgendeine üble Geschichte über mich auftischen und sich selbst als Helden darstellen. Aber ich musste auch an meine kleine Schwester denken. Seit dem Tod unserer Eltern war ich verantwortlich für Ellin. Urplötzlich ergriff ein Gedanke von mir Besitz, entzündete ein helles Licht in meinem Kopf:  Vielleicht wäre es ja möglich, zusammen mit Ellin auf die Erde zu fliehen?
„Von mir aus kannst du hier Wurzeln schlagen“, hörte ich Arestus´ feindselige Stimme hinter mir, „wir fliegen jetzt zurück, Kolja. Entweder du steigst jetzt ein – oder bleibst, wo der Pfeffer wächst!“
`Das könnte dir so passen, Arestus´, dachte ich zornig und schluckte die spitze Bemerkung stumm hinunter.
Ich ließ noch ein letztes Mal meinen Blick über den silbrig glänzenden Nil gleiten. Ein Gefühl der Zuversicht machte sich in mir breit. Ja, ich war mir sicher, mit guter Vorplanung würde die Flucht glücken. Sie musste! Schon bald würde die Zeit kommen und ich würde für immer hier bleiben, mit meiner kleinen Schwester. In Ägypten, dem Land des heiligen Wassers.
Mit einer nie gekannten Vorfreude im Herzen stieg ich ins Spider Ship ein. 
      

……………..Fortsetzung folgt………………. 

                                                        

                            

             

      

   

 

"Unvollendete"12 Sep 2006 11:51 am

Kinderkrimi ( Anfang ) 

Das unheimliche Mietshaus  ( Arbeitstitel )   

                       1 –

Benji warf einen verächtlichen Blick über den Schulhof zur Pausenhalle, wo der neue Mitschüler an die Wand gelehnt stand um sein Pausenbrot zu essen. „Ich mag den Neuen nicht, der ist irgendwie arrogant“, sagte er und kräuselte ablehnend die Mundwinkel.

Tom folgte Benjis Blick und  nickte zustimmend. „Ja, find ich auch. Hält sich wohl für oberschlau! Und wie er alle paar Sekunden seine Brille zurecht rückt. Echt ätzend. Als wäre er der Herr Professor persönlich.“

„Und wie der angezogen ist! Fehlt nur noch ein Schlips auf dem Hemd und eine Aktentasche unterm Arm, dann sieht er in echt aus wie ein Professor.“ „Da hast du Recht“, prustete Tom laut lachend los. „Aber es sind ja bald Sommerferien“, sagte Benji vergnügt, „danach gehen wir beide zur Realschule und der geht zum Gymnasium. Dann sind wir ihn wieder los.“„Na, du vielleicht, aber ich nicht! Ich werde seinen Anblick  hin und wieder ertragen müssen. Mister Oberschlau wohnt nämlich in unserer Straße, hab ich gestern gesehen.“„Echt? Au Backe. Ich bedaure dich. Wo wohnt der denn?“ „In dem Mietshaus an der Ecke, das Haus mit den großen Fenstern, die so aussehen wie Türen“, erklärte Tom.

“Das mit den grünen Fensterrahmen?“ „Ja, genau das.”Die Schulglocke erklang, die Pause war beendet. Benji kickte lässig sein leer getrunkenes Trinkpäckchen in Richtung Abfalleimer. Dann schlossen sich die beiden schweigend den anderen Schülern an, die sich jetzt in Scharen auf den Schuleingang zu bewegten.

Sie hatten gerade die überdachte Pausenhalle erreicht, als eine laute tiefe Stimme hinter ihnen erklang.

„Benjamin Grüne?“

Benji zuckte zusammen. Diese Stimme war ihm wohl vertraut und ihr Klang verhieß nichts Gutes.

Mit einem zaghaften „Ja?“,drehte er sich  widerwillig um.                                                                                               

„Die Abfalleimer auf dem Schulhof sind dazu gedacht, dass man den Abfall in sie hineinwirft. Du verstehst?“

Klar, verstand er. „Ja, Herr Rektor Kolker“, grummelte er leise und bahnte sich mit hochrotem Kopf einen Weg durch die schaulustigen Schüler zurück zum Schulhof.

„Tja, das war ja wohl echt peinlich“, hörte er eine schnippische Stimme in seiner Nähe.

Benji blickte wütend zur Seite um Mister Oberschlau eine passende Antwort zu geben. Aber der hatte sich schnell in die Menge der Schüler gezwängt und warf ihm über die Schulter einen spöttischen Blick zu.

`Na warte´, dachte Benji, `dir werd ich es noch zeigen´, und stapfte wutentbrannt auf den Schulhof um, dem Wunsch von Herrn Rektor Kolker entsprechend, sein vor dem Abfalleimer liegendes Trinkpäckchen vorschriftsmäßig zu entsorgen.

 

„So ein Mist, der wird von seiner Mutter abgeholt!“ Enttäuscht darüber, dass er seine Rachepläne aufschieben musste riss sich Benji seine Baseball-Kappe vom Kopf und warf sie mit voller Wucht auf den Bürgersteig.

„Nun krieg dich mal wieder ein, den kriegen wir schon noch“, redete Tom ihm beruhigend zu. „wir wissen ja, wo er wohnt“. Er lächelte vielsagend, hob die Kappe vom Boden auf und drückte sie mit einem freundschaftlichen Klaps wieder in Benjis braunes, igelig gestyltes, Haar.

„Ja, du hast Recht!“ Augenblicklich verwandelte sich Benjis wütende Miene in ein Lächeln und seine graublauen Augen blitzten listig. „Hast du heute Nachmittag schon was vor?“

Tom verstand sofort. „Nein, hab ich nicht“, grinste er erwartungsvoll, „wenn du magst, kannst du zu mir zum Spielen kommen. Wir könnten dann auf der Straße Ball spielen.“

Benji grinste zurück. “Ja, genau! Und hätten so die ganze Straße im Blickfeld. Und wenn er das Haus verlässt könnten wir ihn verfolgen!”

 „Und dann schnappen wir ihn uns!“

Begeistert von ihrer Idee, klatschten sie ihre rechten Handflächen ineinander und verabredeten sich für fünfzehn Uhr am Nachmittag. Dann trat jeder für sich seinen Weg nach Hause an.

 

 

Als Benji am Nachmittag in die Breslauer Straße einbog  traute er seinen Augen nicht: Zwei Polizeiwagen und ein Rettungswagen standen vor dem Mietshaus mit den grünen Fensterrahmen. Auf der Straße standen überall Leute und tuschelten aufgeregt miteinander. Mitten drin entdeckte er Tom. Benji stieg vom Rad und schob es durch die Menschenmenge, bis er ihn erreicht hatte.„Hey Tom, was ist denn hier los?“, fragte er neugierig.

„Vor dem Haus wurde eine tote Frau gefunden“, flüsterte Tom aufgeregt. „Sie ist aus einem Fenster aus dem Mietshaus gefallen, aber ich hab noch nichts gehört darüber, ob sie unglücklich gestürzt oder, ob sie gesprungen ist, um sich umzubringen.” 

„Ist ja irre, wie im Krimi!“, rief Benji aufgeregt, „vielleicht ist sie von jemandem aus dem Fenster gestoßen worden, dann wäre es ein echter Mordfall!“

„Daran hab ich noch gar nicht gedacht!“, rief Tom entsetzt und schüttelte sich beängstigt. „Komm, lass uns lieber zu uns nach Hause gehen.“

„Bist du verrückt? Das ist doch echt spannend hier. Ich gehe hier nicht weg, bevor ich  weiß, was passiert ist.“ „Das ist doch Blödsinn, Benji! Die Polizei wird keinem hier erzählen, was sie herausgefunden hat.”  Benji runzelte nachdenklich die Stirn. Dann erhellte sich urplötzlich sein sommersprossiges Gesicht. „Und wenn wir Mister Oberschlau fragen? Der wohnt doch in diesem Mietshaus und weiß bestimmt irgendwas darüber, was hier passiert ist!“ „Du willst dich doch wohl nicht mit deeem unterhalten!“, rief Tom ungläubig.„Warum nicht, wenn es der Sache dient? Außerdem hat der sowieso noch eine Rechnung bei mir offen, von heute Morgen. Da ist es ja wohl das Mindeste, wenn er dafür mit ein paar Infos rausrückt. Komm Tom, wir suchen ihn, und dann nehmen wir ihn mal ordentlich in die Mangel.“Sie spürten ihn neben dem Hauseingang auf. Er stand ganz alleine, abseits vom Geschehen, mit dem Rücken fest an ein Garagentor gedrückt. Sein Gesicht war so weiß wie Schnee, seine grünen Augen blickten seltsam leblos durch seine Brillengläser, wie erstarrt.    ………..  ………..   ………..    ………..      ………..         

………..             

      

   

 

"Unvollendete"10 Sep 2006 02:36 pm

Was mich immer wieder peinigt, sind Schreib-Projekte, die ich irgendwann einmal begonnen und dann abgebrochen habe. Denn ich hasse es, etwas anzufangen, aber nicht zu Ende zu bringen. Es belastet mich, fühlt sich an wie qualvoller Ballast, der, um so länger ich ihn vor mir herschiebe, zu einem stetig wachsenden Berg wird.

Darum habe ich mich dazu entschlossen, für meine “Unvollendeten” eine extra Kategorie aufzuführen. Für den Leser zwar vermutlich nicht interessant, da es nur Roman-Anfänge sind, ohne Aufschluss darüber, wie das Ganze enden wird - aber für mich selbst verspreche ich mir davon, dass mich diese Kategorie einen Schritt nach vorne bringt. Einen Schritt weiter in punkto: Selbstdisziplin. Denn da hapert es ein wenig bei mir. Und wenn ich hier, in meinem Blog, Tag für Tag mit der Nase auf meine “Unvollendeten” gestoßen werde, vielleicht bewirkt das ja letztendlich, dass ich mich irgendwann einmal hinsetze und das Begonnene endlich fortführe? Ich hoffe es. Denn es nervt total, Unvollendetes vor sich her zu schieben. 

So, dann schau´n wer mal, was sich in meiner “Schublade” so tummelt… an Begonnenem und nicht zu Ende Geführtem…

……Seufzzz…….