Wer sich
immer wieder
selbst verliert,
läuft Gefahr,
sich irgendwann
nicht mehr
wiederzufinden.
° W.P.
Wer sich
immer wieder
selbst verliert,
läuft Gefahr,
sich irgendwann
nicht mehr
wiederzufinden.
° W.P.
Advent, Advent,
die Zeit, sie rennt,
nun schon die
dritte Kerze brennt.
Kein Plätzchenduft,
kein Tür-Tannzweig,
kein Fensterschmuck,
kein Kerzenteller,
Adventkalender
vergessen zu kaufen,
noch kein Geschenk
besorgt …
in diesem Jahr
läuft alles quer,
oh je
…
Panik?
Nö. Warum?
Denn eins steht fest:
Egal,
ob geschmückt oder nicht,
besinnlich oder turbulent,
ob in diesem Jahr nur das
Teelicht brennt,
und sich dies Textlein hier
nicht reimt :
Weihnachten kommt,
obs grad passt oder nicht,
obs regnet oder schneit,
ob in Stimmung oder nicht,
drum
mach ich auf die Tür,
mach auf mein Herz,
nehme an diese Zeit,
bald ist es so weit
ich bin bereit
Schick und schlank,
weiß, elegant,
braucht wenig Platz,
der neue Schatz,
ist bißchen laut,
doch schnell vertraut,
sein Brumm-Getön
ich find es schön,
machts´Herzchen reich
und Wäsche weich,
das gute Stück,
ach, so ein Glück
Willkommen Blomi , hier bei uns,
schenk ganz, ganz lang uns deine Gunst
Blomi (sponsered by Mom and Dad
)
Das eigene Buch
in Händen zu halten
sein Leben durch
Schreiben zu gestalten
davon träumt
manch einer sehr,
ach wenn doch der Traum
schon Wahrheit wär …
doch es braucht
oh, je, viel Monate, Jahre
bis fertig das Werk!
tönt die innere Klage
.. am besten, ich fang
schon heut damit an,
dann dauert es nicht mehr
gar so lang! …
Der Körper schlapp,
geschlaucht, erschöpft
will eigentlich nur ab,
ins Bett,
trotz aus dem selbigen,
vor Stunden
ich mich doch erst hab
rausgewunden,
der Kopf, er klagt,
der Nacken schmerzt,
doch unverzagt,
geb ich beherzt,
an öde Haushaltspflicht
mich dran,
wenn ich´s nicht tu´,
wird´s nicht getan
soviel ist klar,
ach, ja…
Vier Tag´auf Arbeit
hintereinander
mein Kopf ist irgendwie
durcheinander,
… wie machen das nur
all die andern,
die täglich
im Beruf rumwandeln? …
bin ich womöglich
doch schon zu alt
zum Arbeiten für´n
Lebensunterhalt? …
Ach, was, bin´s nur
nicht mehr gewöhnt,
weil jahrelang
nicht mehr geübt
im Meistern von
All-in-inklusiv
sprich: Haushalt,
Kinder und Beruf
Auf, auf, nur Mut!
Sei nicht so bang!
was andre tun,
kann ich schon lang!
Soviel ist klar,
… Ach, ja …
… Und ich spür´ sie noch,
in mir, die Kraft
… und der Ehrgeiz
ist in mir entfacht,
zu erkunden
meine Leistungsgrenze,
trotz meiner nun
fast fünfzig Lenze …
bereit den `Windmühlen´
zu beweisen:
ich gehör noch nicht
zum alten Eisen!
Und eurem Gegenwind …
dem halt ich stand!
Mit Zähigkeit
in Kopf und Hand!
Trotz euren Knüppeln
zwischen meinen Füßen,
lass ich mich nicht
noch mal verdrießen!
Marschiere weiter,
Flucht nach vorn,
ihr kriegt mich nicht!
Soviel ist klar …
fürwahr.
Jawohl!
Den ganzen Tag
das Hirn so träg,
die Augen müd,
oh je
Kaum was geschrieben,
mehr gesurft
die Zeit verbummelt
seufz
Dann ein paar Stündchen
rumgelümmelt
auf der Couch
autsch
Mein Fuß, er zwickt,
macht mich verrückt,
er meldet Schnee
och nee
Wirre Worte, ohne Sinn
was andres krieg ich heut nicht hin
Am besten, ich leg mich zur Ruh´
mach für heut die Äuglein zu
Morgen ist ein neuer Tag,
dann geht es los
mit neuer Kraft
vielleicht
Nicht mehr so heiß, noch nicht zu kühl …
schnell ! die Polster auf´s Gestühl.
des *Schätzings `Schwarm´* hervor ich krame,
zum weiterlesen mich erbarme.
Hingesetzt, Buch aufgeschlagen,
beginn´ich ernsthaft mich zu fragen,
warum ich mit dem `Schwarm´ mich quäle,
und kein andres Buch erwähle … ?
eins, in dem die Handlung fließt,
sich nicht in Wissenschaft ergießt
und mich nicht fachlich informiert,
da mich doch hier nur int´ressiert,
wie´s weitergeht, mit Menschen, Würmern,
Walen, Krabben, Ölbohrtürmern …
Doch - erwartungsfroh, was nun passiert
- wird Fachliches Seit´um Seit´ serviert.
Und so verlier ich die Lust am Lesen,
weiß nicht mehr, was, wann, wo, gewesen.
Und all die Namen - viel zu viele!
Und ich hätt´doch gern viel mehr Gefühle,
von dem einen oder andern,
anstatt durch Fachwüste zu wandern;
Sehnsüchtig denke ich zurück,
an - für mich - des Schätzings Meisterstück:
Spannend war´s, und auch mit Witz,
straff geschrieben, hatte `Sitz´,
gierig ich´s verschlungen habe:
`Mordshunger´- des Buches Name.
- Doch dieser `Schwarm´ schwärmt so weit aus,
schleppt sich voran, für mich ein Graus.
Nanu, wo kommt der Wind denn her?
Und warum donnert´s, bitte sehr?…
Ein Gewitter! Flugs, ganz schnell,
die Polster wieder vom Gestühl.
Den `Schwarm´ zur Couch zurückgetragen
beginn ich ernsthaft mich zu fragen,
warum nicht ins Regal ich stell´,
den `Schwarm´ - lieber mich weiter quäl ..?
Im Zweifel für den Angeklagten,
hör im Geiste ich mich sagen,
vielleicht, so denke ich, kommt doch
die Handlung noch aus ihrem Loch … ?
… und trägt mich wie `ne Welle zur letzten Seite
- jetzt aufzugeben wär´ne menschliche Pleite.
Die Neugier gebietet, dass ich weiterlesen muss,
denn wie es endet, erfährt man erst am Schluss…
… und außerdem sind es nur noch 400 Seiten …
(der `Schwarm´ wird mich wohl noch bis Weihnachten begleiten)
…stöhn…
( * “Der Schwarm” ; Roman - Autor: Frank Schätzing )
Der Frühling naht, die Sonne lacht, 
- und die Pollen fliegen in all ihrer Pracht.
Die Nase läuft, oder ist verstopft 
der Allergiker auf Regen hofft,
weil der wäscht die Luft von Pollen rein,
hilft wieder klar bei Kopf zu sein. 
Während andere in der Sonne liegen
muss ich mich verkriechen, Fenster schließen,
Pollenstaub saugen, Nase spülen,
Pollenstaub wischen,
Augen kühlen.
Und mit Nasenspray und Allergikum
kämpf ich mich durch, bis der Frühling um.
Doch trotz Niesen und von Pollen müdem Kopf 
fühl ich mich nicht als armer Tropf!
Denn bestimmt gibt es Schlimmeres auf Erden,
als von lästigen Pollen genervt zu werden!
Drum freu ich mich am wärmenden Sonnenschein
lass einfach den Frühling in mein Herz hinein 
- und lass die blöden Pollen, Pollen sein. 